Posts by Johnsky

    Mein UGREEN-Setup & mein wichtigster Feature-Wunsch

    Ich nutze ein UGREEN DH2300 NAS, ausgestattet mit einer Seagate IronWolf 7 TB NAS-Festplatte, als zentrale Medienzentrale in meinem Heimnetzwerk.

    Mein Fokus liegt ganz klar auf der klassischen Nutzung zuhause:

    Filme, Musik, Daten und Fotos strukturiert ablegen und komfortabel am Fernseher im Wohnzimmer ansehen.

    Meine Mediathek ist inzwischen auf rund 1.400 Filme angewachsen, zusätzlich kommt eine umfangreiche Foto- und Musiksammlung hinzu.

    Alle Inhalte sind sauber organisiert – nach Genres, Themen und Jahren.

    Auf dem Mac, im Browser sowie in den iOS-Apps funktioniert das hervorragend:

    Die UGREEN-Software erkennt die Ordnerstruktur zuverlässig und ermöglicht eine logische Navigation durch große Bibliotheken.

    Am Fernseher sieht die Situation leider anders aus.

    In den TV-App Version werden große Mediatheken aktuell nur als flache, alphabetische Gesamtliste dargestellt.

    Bei realistischen Library-Größen ist das praktisch kaum sinnvoll nutzbar und steht im deutlichen Kontrast zur ansonsten sehr gelungenen Benutzererfahrung auf anderen Plattformen.

    Daher mein klarer Wunsch an UGREEN: Die TV-Apps sollten dieselbe Ordnerstruktur-Darstellung und Funktionsvielfalt erhalten wie die macOS- und iOS-Versionen der „Theater“-Software.

    Da diese Funktionen technisch bereits existieren, würde eine Angleichung der TV-Version einen enormen Mehrwert bringen – insbesondere für Nutzer, die ihr NAS bewusst als Media-Zentrale für das Wohnzimmer einsetzen.

    Mein Setup zeigt: Auch kompakte NAS-Modelle werden real mit großen Mediatheken genutzt.

    Eine konsistente Benutzeroberfläche über alle Plattformen hinweg wäre deshalb ein wichtiger nächster Schritt.

    Ich bin überzeugt, dass UGREEN damit viele Heimanwender noch besser erreichen würde. ;)

    Ein Punkt, der hier bisher komplett untergeht:


    Ich nutze das kleine UGREEN DH2300-450 NAS-Modell.

    Auf diesem Gerät sind Docker, Plex oder Jellyfin nicht installierbar.


    Die ständig genannten „Alternativen“ setzen höherklassige Hardware voraus, die:

    – deutlich teurer ist

    – nicht jeder kaufen wollte

    – und von UGREEN auch nicht als Voraussetzung für die TV-App kommuniziert wird


    Für diese Geräteklasse ist die UGREEN-TV-App die einzige vorgesehene Lösung für Medienwiedergabe im Wohnzimmer.


    Genau deshalb ist die fehlende Ordnerstruktur kein Luxusproblem,

    sondern ein fundamentaler Funktionsverlust.


    Workarounds, die auf anderer Hardware basieren, lösen dieses Problem nicht.

    Danke für deine ausführliche Antwort, ich nehme sie ernst – genau deshalb möchte ich an ein paar Punkten sauber widersprechen.

    Zuerst das Grundproblem, das hier gerade sichtbar wird:

    Du beschreibst wie NAS-Systeme heute von einem bestimmten Teil der Szene benutzt werden ich beschreibe wofür sie verkauft und von normalen Endkunden gekauft werden.

    Das ist nicht dasselbe.


    Dass man mit Plex, Jellyfin, DLNA, Docker, Zusatz-Apps und Konfigurationsaufwand vieles „lösen“ kann, bestreitet niemand.

    Die Frage ist nicht ob man Workarounds findet, sondern warum man sie überhaupt braucht, wenn der Hersteller selbst eine TV-App anbietet.

    Wenn ein Hersteller:

    – eine eigene TV-App entwickelt

    – diese als Teil des Ökosystems ausliefert

    – das NAS als Media-Lösung bewirbt

    dann ist es legitim, diese App an der realen Nutzung im Wohnzimmer zu messen und nicht an der Frage, ob sich alles mit Drittsoftware irgendwie geradebiegen lässt.

    Dein Argument „NAS ist nur zentraler Speicher, alles andere ist Zugabe“ klingt logisch, ignoriert aber die Realität des Marktes:

    UGREEN verkauft das Produkt nicht als reinen Fileserver für den Keller, sondern explizit mit Media-Funktionen, Theater-App, TV-Apps und Streaming-Use-Cases.

    Wenn diese TV-App dann bei realistischen Mediatheken (ja, 500–1000 Filme sind heute nichts Exotisches mehr) keine Ordnerstruktur bietet, ist das kein Sonderwunsch, sondern ein handfester Usability-Bruch.

    Der entscheidende Punkt ist dieser:

    Die Ordnerstruktur existiert bereits.

    – Web

    – macOS

    – iOS

    Sie ist also kein Hirngespinst, kein Nerd-Feature und kein Wunschdenken.

    Sie fehlt ausschließlich dort, wo sie für nicht-technische Nutzer entscheidend ist: am Fernseher.

    Dass du und viele andere damit leben, Plex oder Jellyfin zu nutzen, ist völlig legitim.

    Aber daraus zu schließen, dass das der „Normalzustand“ sein muss und jede Kritik daran unrealistisch sei, halte ich für gefährlich bequem.

    Denn genau so normalisieren sich Dinge:

    – Unfertige Kernfunktionen

    – „Nimm halt ein anderes Tool“

    – „So macht man das halt heute“


    Nicht, weil es besser ist – sondern weil man sich daran gewöhnt hat.

    Ich nenne das Problem, weil es existiert, nicht weil ich mir ein exotisches Szenario ausgedacht habe.


    Und nur zur Klarstellung:

    Ich erwarte kein HDMI-Kabel von der NAS zum Fernseher.

    Ich erwarte, dass eine vom Hersteller bereitgestellte TV-App eine Grundfunktion erfüllt, die in allen anderen Clients längst da ist.


    Wenn das für dich akzeptabel ist – völlig in Ordnung.

    Für mich ist es ein Dealbreaker.

    Und genau dafür sind Foren da: um diese Unterschiede sichtbar zu machen, statt sie wegzuerklären. 😜

    Ich versuche das Problem so einfach und nüchtern wie möglich zu beschreiben, damit keine Missverständnisse entstehen.

    Kurzfassung:

    Das UGREEN NAS kann auf TV-Apps (Android TV / Apple TV) keine Ordnerstruktur darstellen.

    Stattdessen werden alle Filme und Videos in einer einzigen, flachen, alphabetischen Liste angezeigt.

    Bei kleinen Testbibliotheken mag das noch „irgendwie gehen“.

    Sobald man jedoch realistische Mengen nutzt (bei mir ~900 Filme), ist die App praktisch unbrauchbar.


    Warum das ein echtes Problem ist (kein Sonderwunsch)

    Ein NAS wird von den meisten Nutzern nicht primär am PC oder Smartphone verwendet,

    sondern zur Medienwiedergabe im Wohnzimmer:


    – Filme am Fernseher

    – Serien über einen Mediaplayer

    – Fotos gemeinsam ansehen


    Dafür ist eine Ordnerstruktur keine Komfortfunktion, sondern absolute Grundlage:

    – Genres

    – Serienordner

    – thematische Sammlungen

    Eine endlose Gesamtliste ist dafür kein Ersatz.

    Wichtig: Das ist kein Bug und kein Bedienfehler

    Nach Rücksprache mit dem UGREEN-Support wurde mir bestätigt:

    – Die Ordnerstruktur ist in den TV-Apps nicht implementiert

    – Das gilt für Android TV und Apple TV

    – Es handelt sich nicht um einen Fehler, sondern um den aktuellen Funktionsumfang


    Gleichzeitig funktioniert die Ordnerstruktur:

    – im Web-Client

    – auf macOS

    – unter iOS


    Das Feature existiert also bereits – nur nicht dort, wo man es tatsächlich braucht.


    Warum mich das überrascht

    Technisch ist das kein Neuland:

    Ordnerdarstellung existiert bereits in anderen UGREEN-Apps und muss nicht neu erfunden werden.


    Umso unverständlicher ist es, dass ein NAS als Media-Lösung verkauft wird,

    während genau die zentrale Nutzung am Fernseher ohne grundlegende Navigation ausgeliefert wird.


    Meine Fragen an andere Nutzer

    – Nutzt ihr das NAS ebenfalls zur Medienwiedergabe am TV?

    – Wie kommt ihr mit größeren Mediatheken ohne Ordnerstruktur zurecht?

    – Seht ihr das als akzeptabel oder ebenfalls als Dealbreaker?


    Ich poste das hier bewusst öffentlich, weil ich kaum glauben kann,

    dass dieses Thema nur wenigen auffällt.


    Vielleicht hilft dieser Thread dabei, das Problem sichtbar zu machen.