DXP2800 - RAID1 mit unterschiedlichen Platten

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu in diesem Forum und habe bisher hauptsächlich mit Synology NAS-Systemen und dem DSM-Betriebssystem gearbeitet. Momentan beschäftige ich mich mit dem Kauf eines UGREEN NAS, das ich demnächst in Betrieb nehmen möchte. Da ich noch kein UGREEN NAS besitze, möchte ich vorab einige Dinge klären, um sicherzustellen, dass ich bei der Konfiguration alles richtig mache.

    Mein Setup würde aus einer 12 TB Festplatte und einer 8 TB Festplatte bestehen, und ich plane, ein RAID1 einzurichten. Die Entscheidung, unterschiedlich große Platten zu verwenden, basiert darauf, dass ich momentan nicht so viele schützenswerte Daten für ein RAID1 habe. Es wäre für mich Verschwendung, Files, die nicht kritisch sind, auf einem RAID1 zu sichern. Daher möchte ich die größere Festplatte in diesem Setup für nicht-RAID-Daten nutzen, während die kleinere 8 TB Festplatte im RAID1 für wichtige Daten verwendet wird.

    Soweit ich weiß, wird der Speicherplatz in einem RAID1 auf die kleinste Festplatte (in diesem Fall 8 TB) beschränkt, da die Daten auf beiden Festplatten gespiegelt werden. Das bedeutet, dass auf der 12 TB Festplatte noch 4 TB freier Speicher übrig bleiben. In der Vergangenheit habe ich bei Synology DSM festgestellt, dass das System es nicht unterstützt, den freien Speicher auf der größeren Festplatte zu nutzen, wenn ein RAID1-Volumen eingerichtet ist. Meine Frage ist nun:

    • Kann ich diese 4 TB auf der 12 TB Festplatte als separates, einfaches Volume nutzen, während das RAID1 mit den 8 TB weiterläuft?
    • Gibt es mögliche Einschränkungen oder Risiken, die ich bei der Nutzung dieses freien Speicherplatzes beachten sollte (z. B. in Bezug auf Datenintegrität oder Performance)?

    Ich wäre für Erfahrungen oder Hinweise dankbar, um sicherzustellen, dass ich alles richtig einrichte.

    Danke im Voraus!

    Influx

  • Hallo Influx,

    willkommen im Forum!

    Deine Idee ist nachvollziehbar, leider funktioniert das allerdings nicht.

    Ein klassisches RAID1 spiegelt die komplette Festplatte – daher werden beide Platten vollständig für das RAID1 reserviert, auch wenn sie unterschiedlich groß sind. Die zusätzlichen 4 TB der 12 TB-Festplatte bleiben ungenutzt, wenn du ein reines RAID1 einrichtest.

    Wenn dir Datensicherheit nur für bestimmte Daten wichtig ist, könntest du zwei getrennte Volumes mit RAID0 einrichten und deine wichtigsten Daten manuell (z. B. mit rsync oder einem Backup-Tool) von der 8 TB-Platte auf die 12 TB-Platte sichern.

    Das wäre flexibler, aber nicht ganz so ausfallsicher wie RAID1.

  • Bei RAID 0 ist dann nix mit Ausfallschutz usw., denn wenn DiE eine abraucht ist nix mit Daten mehr. Wech sind die.

    Daher RAID 1 und du hast Ausfall und Verfügungssicherheit. Aber vielleicht sind das ja nicht so wichtige Daten. Dann ruhig machen aber später bitte nicht ;(

    Vorschlag : Je nach Datenmenge entweder eine 8er oder 12er kaufen. Beide als RAID 1 nutzen. Die verbliebene als Backup. Das wäre die halbwegs einfachste Lösung. Aber deine Entscheidung.

    Genügend NAS-Nutzer dachten was auf RAID liegt ist Backup. FALSCH

    Backup ist immer extern und NIE auf einer NAS

  • Bei RAID 0 ist dann nix mit Ausfallschutz usw., denn wenn DiE eine abraucht ist nix mit Daten mehr. Wech sind die.

    RAID0 verdoppelt eine Ausfallwahrscheinlichkeit des gesamten RAID im Vergleich zu EINER HDD sogar, da die Versagenswahrscheinlichkeiten der einzelnen HDD`S sich quasi summieren.... Bei JBOD (was ähnlich aber nicht gleich ist) hättest du zumindest noch die Chance, die Daten die zufällig auf die noch funktinierende HDD geschrieben wurden, retten kannst....

  • Wirklich wichtige Daten sichere ich zusätzlich extern, aber bei mir liegt der Schwerpunkt eher auf dem effizienten Umgang mit nicht-kritischen Daten – vor allem Filme, Serien, temporäre Downloads etc. Diese liegen bei mir bewusst nicht im RAID, sondern auf einer externen 2,5"-USB-Festplatte, die dauerhaft am NAS angeschlossen ist. Sollte die mal ausfallen, wäre es zwar ärgerlich, aber kein Problem – ein Verlust dieser Daten wäre für mich absolut verschmerzbar.

    Was mich bei DSM zusätzlich immer etwas gestört hat: Die Anwendungen liegen auf einem der Volumes. Habe ich also zwei interne Volumes ohne Spiegelung und das Volume mit den Anwendungen fällt aus, ist das NAS praktisch nicht mehr nutzbar.

    Mit einem UGREEN NAS würde ich daher etwas anders vorgehen:
    Ich plane, zwei NVMe-SSDs im RAID1 zu betreiben, auf denen die Anwendungen laufen sollen. Zusätzlich würde ich ungespiegelte Volumes für meine Daten nutzen und wichtige Daten per rsync auf ein zweites, unabhängiges Volume spiegeln – und natürlich weiterhin regelmäßige Backups auf externe Datenträger erstellen, die nicht dauerhaft angeschlossen sind.

    Ich finde es nicht sinnvoll teure, große Platten zu kaufen die im RAID1 mir nur den halben Speicherplatz zur Verfügung stellen, wenn 75% der Daten nicht kritisch sind.

  • Was mich bei DSM zusätzlich immer etwas gestört hat: Die Anwendungen liegen auf einem der Volumes. Habe ich also zwei interne Volumes ohne Spiegelung und das Volume mit den Anwendungen fällt aus, ist das NAS praktisch nicht mehr nutzbar.

    Meines wissens verteilt DSM das Betriebssystem immer auf ALLEN verbauten Platten um gerade eine Ausfallsicherheit für das Betriebssystem sicher zu stellen.

  • Quote

    Meines wissens verteilt DSM das Betriebssystem immer auf ALLEN verbauten Platten um gerade eine Ausfallsicherheit für das Betriebssystem sicher zu stellen.

    Ich glaube für das DSM stimmt dass, aber bei den Anwendungen kann man ja explizit wählen, auf welchem Volume sie liegen sollen. Mir ist das schon passiert, dass Anwendungen auf dem ausgefallenen Volume nicht mehr nutzbar waren...

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    Edited once, last by Influx (May 23, 2025 at 11:41 AM).

  • Zusätzlich würde ich ungespiegelte Volumes für meine Daten nutzen und wichtige Daten per rsync auf ein zweites, unabhängiges Volume spiegeln

    So etwas wäre ein schlechtes Backup, DXP - zb. bei Blitzschlag - ist unter umständen alles weg.

    Da mit dem App Paket Sync & Backup Backups nur auf eine weitere DXP oder auch auf eine DS möglich ist, nutze hierfür doch einfach Deine alte Synology DS. Letzteres funktioniert problemlos.

    aber bei den Anwendungen kann man ja explizit wählen, auf welchem Volume sie liegen sollen

    Ist bei UGOS Pro auch nicht anderst, bestimmte Pakete werden bei der Installation zusammen mit UGOS Pro auf die Interne SSD installiert und sind unveränderlich. Für alle weiteren muß das Volumen vor Installation ausgewählt werden (gibt auch die Einstellung immer auf Volumen X installieren).

    Meine Hardware

    iDX6011 Pro in Späh ^^

    DXP4800+ 2x8TB WDRedPl Btrfs Raid1 2x 2TB Lexar NM790 Raid1, 64GB RAM Kingst. KVR48S40BD8-32 DDR5/4800MH

    DXP2800 1x 12TB Seag. 1x 12TB WDRedPl, Raid1 Btrfs 16GB RAM Cruc. CT16G56C46S5.C8B2, 2x NVME Samsg,

    DS1525+ 2x8TB WD, Btrfs SHR, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1. 40GB ECC RAM_Speicher.de

    DS920+ DSM 7.3.2 Btrfs Raid1 2x8TB WD, 2x2TB Samsg. 970 EVOPlus, RAM 20GB DDR4-2666MHZ Speicher.de

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Switch Zyxel GS1200-8 1GB, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB

  • So etwas wäre ein schlechtes Backup, DXP - zb. bei Blitzschlag - ist unter umständen alles weg.

    Das ist ja auch kein Backup, sondern ein selektives RAID1. Bei einem Blitzschlag ist das RAID1 genauso hinüber. Das RSYNC auf die andere Platte im gleichen NAS wäre ja nur für den Fall, wenn eine Platte ausfällt und ich die Daten wieder bereitstellen möchte. Der Unterschied RAID1 und Backup ist mir durchaus bekannt.

    Bei meinen Aussagen immer im Hinterkopf behalten, dass ich ein Backup meiner wichtigen Daten außerhalb meines NAS / Haus aufbewahre. Das habe ich schon immer so gemacht.

  • Naja, ich bin eh der Meinung, ein jeder ist seines Glückes Schmied, es wird oft genug aufgedrängt was der andere doch am besten zu tun hat, das liegt mir nicht. Andrerseits gibt es auch gerne hin und wieder mal User die einem sonst später Vorwerfen warum hast Du das nicht gesagt?🤷‍♂️

    Es ist, für den einen oder anderen sowohl auch für einen selbst, gut auch in der Diskussion mal andere Argumente zu hören. ;)

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