[TUT] Teddycloud für die Toniebox mit Docker

  • - Infos aus Wiki und Forum von RevvoX
    - Anleitungsvideo von MyDealz zu Teddycloud und Speichererweiterung auf Youtube
    - interne Foren-Tutorials (Direktlinks)
    - Rest eigene Inhalte und Fotos
    Yes

    First of all - die nötigen rechtlichen Disclaimer:

    TeddyCloud ist ein Open-Source-Projekt, das es ermöglicht, die Toniebox unabhängig vom offiziellen Cloud-Dienst von Boxine zu betreiben. Damit lassen sich eigene Audiodateien streamen, Inhalte lokal speichern und individuelle Einstellungen für die Toniebox vornehmen – komplett selbstverwaltet und ohne Abhängigkeit von externen Servern. Besonders für technisch versierte Nutzer mit einem Fokus auf Datenschutz, Flexibilität und Kontrolle ist TeddyCloud eine spannende Alternative.

    Die Nutzung von TeddyCloud bewegt sich also in Teilen in einer rechtlichen Grauzone. Wer das System ausschließlich für private Zwecke nutzt, eigene Inhalte einsetzt und auf jegliche Umgehung von Schutzmechanismen verzichtet, bleibt meist auf der sicheren Seite. Dennoch kann keine rechtliche Garantie gegeben werden – jede Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung.


    Dieses Tutorial dient rein informativen und edukativen Zwecken. Es stellt keine Rechtsberatung dar. Bei Unsicherheiten solltest du dich an eine rechtliche Fachperson wenden.


    Bevor wir mit dem eigentlichen Tutorial beginnen, ist es wichtig, einige rechtliche Rahmenbedingungen zu verstehen:

    Reverse Engineering
    Das technische Analysieren und Verstehen der Toniebox ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, sofern das Gerät rechtmäßig erworben wurde und keine rechtswidrigen Mittel eingesetzt werden (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 GeschGehG).

    Modifikation der Hardware und Firmware
    Das Auslesen von Zertifikaten oder das Verändern der Toniebox-Software kann gegen die Nutzungsbedingungen von Boxine verstoßen und unter Umständen urheberrechtliche oder sicherheitsrechtliche Fragen aufwerfen.

    Verwendung von Inhalten
    Die Nutzung selbst erstellter oder lizenzfreier Inhalte ist unproblematisch. Das Speichern oder Streamen offizieller Tonie-Inhalte über TeddyCloud kann hingegen gegen Lizenzbedingungen oder das Urheberrecht verstoßen, insbesondere wenn Inhalte außerhalb der vorgesehenen Plattform genutzt werden.

    Edited once, last by schattenhexe (May 17, 2025 at 3:50 PM).

  • Da ich selbst als völliger n00b auf dem Gebiet mir die Teddycloud gerade erfolgreich eingerichtet habe, wollte ich gern die Chance nutzen und euch eine Anleitung schreiben. Vielleicht ist sie ja jemandem wie mir nützlich :)

    Je nach Wissensstand handelt es sich hier um ein doch eher umfangreiches Projekt mit einigen Stolperstellen und da ich persönlich gern alle verfügbaren Details kenne, bekommt ihr einfach die volle Ladung Infos mit allem Detailgequassel - sofern ich sie denn ausgegraben habe und fachlich sinnvoll für Anfänger wie mich wiedergeben kann. Schlicht nach dem Motto "Lieber zu viel als zu wenig". Für euch überflüssige Infos entsprechend bitte einfach überlesen, ich kann halt einfach nich in kurz... :S:saint:

    Was das entsprechende Know-How angeht sind die verfügbaren Anleitungen dafür bis auf wenige Punkte inzwischen wirklich gut, ich hab es schließlich mit ein paar Nachfragen auch geschafft - und ich hatte bis dahin keinen großartigen oder gar umfangreichen Schimmer von Codes, Ports oder Elektronik in diesem Sinne :) Allerdings sind Wiki und Forum auf englisch, was mitunter problematisch ist bei konkreten Detailfragen, trotz Übersetzungstools. Ich hätte mir zwischenzeitlich jedenfalls eine deutsche Anlaufquelle gewünscht. Davon abgesehen muss man gerade als dahingehend völlig Ahnungsloser natürlich etwas Willen mitbringen, um sich reinzufuchsen.
    Ich verlinke die jeweiligen Anleitungen zur ausführlichen Ergänzung an den entsprechenden Stellen.

    Die einzelnen Komponenten habe ich euch ausführlich aufgedröselt, danach folgt dann die konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung. Und auch wenn das hier schon ein Roman wird, hab ich garantiert irgendwo was vergessen. Sollte euch dahingehend was auffallen, dann bitte Bescheid geben und ich ergänze. Gleiches gilt übrigens für den Fall, dass ich irgendwo unbeabsichtigt fachlichen Nonsens quatsche - ich bin nur ein Technik-n00b mit Hang zum Zusammenfassen von Dingen, also sorry dafür im Vorfeld :S

    HINWEIS:
    Es ist neben dem Aufsetzen der Teddycloud an sich auch mit der Hardware zu arbeiten, um den Speicher zu erweitern und die Zertifikate für die Kommunikation mit der Hersteller-Cloud (Boxine-Cloud) auszulesen. Dafür muss die Box entsprechend geöffnet und mit der Platine gearbeitet werden. Das geschieht auf eigene Gefahr und führt ggf. zum Garantieverlust, überlegt euch also bitte zuerst, ob ihr das (schon) umsetzen möchtet.

  • Toniebox? Teddycloud? Was'n das?

    Wer Kinder im direkten Umfeld hat, der kennt sie garantiert: die Toniebox.
    Sie ist die neue Generation in Sachen Hörspielwiedergabe für die Kleinsten und funktioniert über Figuren, die auf die Box gestellt werden. Diese enthalten einen RFID-Chip, über dessen Zuordnung der entsprechende Inhalt aus der Hersteller-Cloud auf die Box gezogen wird. Dort kann er dann durch erneutes Aufstellen der Figur später auch jederzeit offline abgerufen werden.
    Ich persönlich finde diese Umsetzung großartig - das hätt ich als Kind auch gern gehabt!

    Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen, die nicht ganz optimal sind und die man mit Hilfe der Teddycloud ausbügeln kann.
    Zum einen gibt es zwar sogenannte Kreativ-Tonies, auf die man eigene Inhalt hochladen kann, die aber mit 90 Minuten Laufzeit sehr beschränkt sind.
    Zum anderen sammelt der Hersteller natürlich fleißig Daten. In gewissem Rahmen ja auch nötig und legitim, aber es wird tatsächlich schlichtweg alles aufgezeichnet - jedwede Aktion der Box vom Klick beim Bedienen, Regulieren der Lautstärke, über jedes Abspielen/Stoppen eines Tonies bis hin zur SSID deines WLANs. Und da man für die Nutzung ein Kundenkonto anlegen muss, was wiederum mit der Toniebox-ID verknüpft ist, können im Prinzip eben auch alle diese Daten konkret dem passenden Haushalt zugeordnet werden und sind somit weit entfernt von anonym.
    Und natürlich akzeptiert die Box von Hause aus nur ihre eigenen Figuren, eigene Inhalt sind also nur über die Kreativ-Tonies möglich.

    Die Teddycloud ist nun eine zusätzliche private und vor allem lokale Cloudverwaltung, die sich zwischen die Toniebox und die offizielle Hersteller-Cloud (alte Bezeichnung Boxine, zur besseren Unterscheidung) schaltet und somit den Funktionsumfang erweitert. Sie läuft auf dem NAS über Docker und Portainer.
    Eines aber gleich vorweg: Alle originalen Funktionen bleiben erhalten, es wird nichts gehackt oder umgebaut und es werden auch keine Inhalte unrechtmäßig erworben! Es kommen lediglich zusätzliche lokale Funktionen hinzu und die Datenkrake wird geblockt.
    Das ganze Projekt stammt vom Team RevvoX und ist OpenSource über Github und das RevvoX-Forum bzw. -Wiki einsehbar. An dieser Stelle dafür nochmal ein großes DANKESCHÖN an das Team von RevvoX!

    Grundlegende Funktionen der Teddycloud (Stand 04/2025, teils noch WiP)

    - zusätzliche Nutzung eigener RFID-Tags (Custom-Tag)
    - Blockierung der übermäßigen Datenerhebung
    - Erweiterung der Laufzeit pro Datei auf 12 Stunden (mit max. 99 Tracks pro Datei)
    - Zuweisen von eigenen Inhalten auf alle Tonies (auch auf Nicht-Kreativ-Tonies = Content-Tonies)
    - Konvertieren von Audiodateien ins Tonie-kompatible Format .taf (weitere Einstellungsoptionen in Arbeit)
    - Erstellung von Playlisten (WiP)
    - Zuweisen von Internetradiostreams auf vorhandene Tonies oder Custom-Tags

    Das alles kommt in einer, meiner Laien-Meinung nach, soweit wirklich gut umgesetzten und recht intuitiven Web-Bedienoberfläche um die Ecke, die sich aktuell auch parallel noch weiterhin mit in der Entwicklung befindet.
    Den vollständigen Umfang könnt ihr euch im RevvoX-Wiki anschauen.

    Obendrein ist in der Teddycloud selbst auch der Großteil der Anleitung zum Auslesen und Patchen der Box enthalten, sodass man sich sehr gut daran langhangeln kann. Ich verweise entsprechend zwischendurch darauf, da ich hier nicht alles 1:1 wiederholen möchte bzw. nur zusammenfasse und um meine Erfahrungen ergänze.


    Voraussetzungen für die Teddycloud

    Platinenversion Toniebox

    Diese Anleitung bezieht sich auf die ESP32!

    Es gibt aktuell drei verschiedene Platinenversionen in den Tonieboxen. Die ESP32 ist das neuste und bezüglich der Teddycloud einfachste Modell.
    Die ältere reguläre Platinenversion ist die CC3200, die auch noch geeignet ist, aber etwas anders aufgebaut und somit mehr Aufwand und auch etwas andere Hilfsmittel benötigt. Die Anleitung dafür ist im Wiki von RevvoX enthalten und eine noch recht neue Videoanleitung gibt es hier auf Youtube zu sehen.
    Das dritte Modell ist die CC3235, die meines Wissens nach hauptsächlich bei den Sondereditionen verbaut wurde. Diese Platine ist nur für Profis geeignet, da man direkt mit dem Chip arbeiten muss.

    Die Versionen lassen sich eindeutig anhand der Platine bzw. des Chips identifizieren, sobald die Box geöffnet ist.
    Zudem kann man die Version zumindest eingrenzen, wenn man die MAC-Adresse abruft, die auf der Unterseite der Box zu finden ist. Diese könnt ihr auf der Webseite von macvendors abfragen. Ist der Hersteller Espressif, dann ist es eine ESP32. Lautet der Hersteller Texas Instruments, dann handelt es sich um eine der beiden CC-Versionen.
    Alternativ steht auf der Seite des Verpackungskartons auch noch eine Modellnummer - sofern man den also noch hat oder im Laden sieht, kann man auch daran sehen, welche Version man in der Hand hat. Laut diverser Rückmeldungen aus der Community und meiner eigenen Erfahrung steht die Modellnummer 10003 für die ESP32, die Artikelnummer bezieht sich dagegen nur auf die Farbe, also Achtung!

    Ich persönlich hatte eine bereits sechs Jahre alte Box mit der älteren Version zuhause und habe nach einiger Überlegung bezüglich des Aufwands (gerade für mich als völligen Laien) dann tatsächlich doch schlicht eine neue Box mit dem richtigen Modell gekauft. Unser Akku und auch die Ohren zur Bedienung hätten sowieso langsam getauscht werden müssen, sodass ich es vertretbar fand, für das Projekt eine neue Box zu kaufen. Allerdings zum Angebotspreis, beim Normalpreis hätte ich das vermutlich nicht gemacht. Die Box ist ja aber öfter irgendwo im Angebot, der Neukauf für das Projekt ist also durchaus eine Überlegung wert.

    Firmware

    Die Box muss auf der neuesten Version laufen, die Aktualisierung findet aber normalerweise sowieso automatisch direkt nach der Einrichtung statt. Für die Einrichtung selbst haltet ihr euch einfach an die offiziellen Anweisungen. Ein Konto für die Boxine-Cloud ist dafür übrigens nicht nötig, sofern nicht gewünscht, solange man nicht die App zur Anmeldung nutzt (wo man sich entsprechend vorher registrieren müsste).
    Läuft die Box bereits länger, dann sollte das Update ebenfalls automatisch gezogen werden. Ist die Box normalerweise im Offlinemodus, dann entsprechend vorher einmal online gehen, und schon seid ihr up to date.

    Parallel ist es natürlich ebenfalls sinnvoll, wenn sowohl NAS als auch Docker und die Container mit der neuesten Version laufen bzw. erstellt werden. Erklärt sich eigentlich von selbst.


    Hardware-Komponenten

    Toniebox, NAS und PC

    Logisch. Wobei...
    An dieser Stelle vllt der Hinweis darauf, dass ich die Aktion mit einem Win10-PC umgesetzt habe. Zu anderen Kombinationen kann ich entsprechend leider nichts sagen.

    Adapter und Klemme

    Für das Auslesen und Flashen der SD-Karte wird ein sogenannter UART-Adapter mit USB-Anschluss und im einfachsten Fall eine fertige Klemme mit 3 Pins benötigt, um den Adapter mit der Platine zu verbinden. Beides ist recht günstig und in diversen Ausführungen über die üblichen Onlinehändler zu bekommen. Alternativ kann man die Klemme auch irgendwie improvisieren, solange es eine stabile Verbindung gewährleistet (Infos dazu gibt es im RevvoX-Forum). Ich hab es mir einfach gemacht und die Klemme bestellt.
    HINWEIS: So blöd das klingt, aber achtet darauf, dass der bestellte Adapter auch zu eurem vorhandenen USB-Anschluss am PC passt! Es gibt verschiedene Angebote von Micro-USB bis USB-C, die teils ziemlich uneindeutig ausgewiesen sind.
    Zudem muss er 3,3 V haben oder zumindest können, höhere Spannung könnte euch die Platine beschädigen!

    Um Adapter und Klemme zu verbinden benötigt ihr zudem 3 Jumper-Kabel. Sie sollten zumindest so lang sein, dass ihr den Adapter bequem an den PC stöpseln und gleichzeitig noch entspannt an der Platine hantieren könnt. Bei mir waren bereits insgesamt 5 Stück beim Adapter dabei.
    Alternativ kann man die Verbindungen natürlich auch mit normalen Kabeln fest verlöten, aber das halte ich für das eine Projekt dann doch für etwas viel des Guten und zudem ist das natürlich nicht gerade anfängertauglich.

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    SD-Karte

    Standardmäßig ist eine 8 GB Micro-SD-Karte verbaut, die etwa 100 originale Tonies fasst. Ist der Speicher voll, wird jeweils der älteste heruntergeladene Tonie gelöscht und muss dann erst erneut heruntergeladen werden, sobald er wieder gehört wird. Im Hinblick auf zusätzliche eigene Inhalte ist es also sinnvoll, wenn man direkt den Speicher erweitert, da man die Box eh aufmachen muss.
    Da wir persönlich wirklich tonnenweise Hörspiele und Hörbücher haben, habe ich direkt auf 512 GB erweitert, damit muss ich dann nie wieder an den Speicher ran 8)

    Für die ESP32 gibt es keine Empfehlungen für bestimmte Hersteller bzw. habe ich nirgends herausfinden können, ob bestimmte Karten nicht funktionieren. Insofern gehe ich davon aus, dass alle gängigen Karten nutzbar sind - mehr als 512 GB hat bisher aber wohl niemand verbaut und dürfte dann auch definitiv ein Overkill an Kapazität sein. Die CC3200 ist da bedeutend pingeliger, wer sich sicherheitshalber an die dafür getesteten Modelle halten möchte, findet sie hier im RevvoX-Wiki.
    Ich habe eine Micro-SD Samsung ProPlus UHS-I, Class 10/U3/A2/V30 mit 512 GB verbaut.

    Wer möchte, der kann auch zusätzlich die SD-Verlängerung aus dem Video von MyDealz umsetzen, aber nötig ist das für die Teddycloud nicht, da ja später alles über das Web-UI gesteuert wird.

  • Büroklammer

    Jahaaa, richtig gelesen 8) Beim Auslesen muss ein Kontakt überbrückt werden und das geht easy mit einer metallenen Büroklammer. Sofern man denn heutzutage überhaupt noch eine besitzt. Geht natürlich alternativ auch ein anderes leitfähiges Stückchen Draht. Die Büroklammern haben allerdings genau den richtigen Drahtdurchmesser und fallen nicht mittendrin raus. Wenn ich richtig gemessen habe, dann haben die etwas unter 1 mm Drahtstärke, so als Richtwert.

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    Schraubendreher

    Es ist in diesem Fall tatsächlich kein spezieller Feinmechanik-Schraubendreher nötig. Die Box kann mit einem normalen Kreuzschlitz geöffnet werden. Eventuell ist noch ein etwas breiterer Geradschlitz hilfreich, um die Steckverbindungen für Akku, Lautsprecher und Ohren schonend zu lockern, bevor man sich beim (vor allem ersten) Ausstöpseln aus Versehen die Kabel kappt.
    Es sind für die Aktion auch nur ganze drei Schrauben zu lösen, um die Platine auszubauen.


    Software-Komponenten

    FAT32-Formatierung

    Wie diverse Geräte braucht auch die Toniebox noch eine FAT32-Formatierung der SD-Karte, alles andere ignoriert sie gekonnt. Ab einer Speichergröße von mehr als 32 GB bietet Windows diese Option selbst allerdings schlicht nicht mehr an. Es gibt verschiedene Programme für diesen Zweck und im Prinzip ist es egal, welches ihr letztlich dafür nutzt. Ein Tool für Formatierung und Image-Erstellung/-Anpassung in einem wäre aber EaseUS Partition Master. Ich habe die größte Clustergröße gewählt, bei einer 512 GB-Karte sollte das entsprechend keine großartigen Auswirkungen haben.
    Herunterladbar hier: *klick*

    SD-Karten-Image

    Hier hatte ich bis zum Schluss einige Probleme, die mich dezent Nerven gekostet haben.
    Ich habe die Inhalte der alten Karte per Image auf die neue gezogen, da ein einfaches Rüberkopieren im Explorer bei mir nicht funktioniert hat (die Box hat daraufhin die Systemsounds nicht mehr erkannt). Das Image wiederum hat dazu geführt, dass irgendwo im Prozess ein Schreibschutz aktiv geworden ist, sodass alle neu aufgespielten Inhalte (egal ob original Tonie oder Custom-Tag) direkt wieder gelöscht wurden, sobald die Box aus gegangen ist. Wo genau nun das Problem lag, habe ich nicht herausfinden können, es trat mit diversen Tools und Karten auf und ließ sich damit entsprechend auch nicht beheben.

    Letzten Endes hat genau eines funktioniert: Ich habe die blanke formatierte Karte in die Box gepackt und siehe da, sie zieht sich die nötigen Systemsounds etc. offenbar vollständig wieder direkt neu aus der Cloud und gut ist. Es ist also augenscheinlich NICHT nötig, die Inhalte der alten Karte zu übernehmen. Dafür muss man dann natürlich alle Tonies nochmal neu auf die Box ziehen, aber das sollte ja das kleinste Übel sein (auch wenn man fast 150 Stück hat, wie wir 8o).

    Insofern würde ich sagen, dass ein einfacher Tausch der SD-Karte mit FAT32-Formatierung ausreichen sollte, damit es läuft.
    Solltet ihr dennoch den Weg mit dem Image/Klon nehmen wollen, dann lässt sich dieses ebenfalls über EaseUS Partition Master erstellen und auf den kompletten Umfang der neuen Karte erweitern.
    Herunterladbar hier: *klick*

    An dieser Stelle noch der Hinweis, dass ich die Karte ursprünglich als erstes getauscht hatte, bevor ich die Teddycloud installiert und den entsprechenden Prozess durchlaufen habe. Da ich die Karte nun im Nachgang nochmal formatiert habe, ist sie entsprechend "original" und funktioniert dennoch - es ist also bei der ESP32 nicht zwingend nötig, dass die Teddycloud ihre Daten mit in die Firmware schreibt, es geht auch ohne. Im normalen Installations-/Ausleseprozess macht sie das aber natürlich automatisch.

    Anmerkung:
    Für mein Verständnis ist es für den unkomplizierten Kartentausch essentiell, dass die Toniebox bereits einmal mit eurem WLAN bzw. der Cloud verbunden war, denn die Zugangsdaten scheint sie nicht auf der SD zu speichern - sonst hätte sie sich in meinem Fall ja auch nicht mit der Cloud verbinden können, um die Systemdaten wieder neu herunterzuladen... Insofern würde ich sie definitiv zuerst einrichten und erst dann die SD-Karte tauschen.
    Ggf. ist es hier auch sinnvoll, erst alles fertig zu installieren und dann erst die Karte zu tauschen, aber da es im Video auch andersherum funktioniert hat, mag das an meinem konkreten Prozess gelegen haben.

    MacVlan (OPTIONAL)

    Je nachdem, was ihr noch so alles auf eurem NAS laufen habt, sind ggf. die für die Container nötigen Ports (443, 8443, 8000, 9443) bereits belegt. Sollte das der Fall sein, dann könnt ihr mit MacVlan jedem Container eine eigene IP zuweisen und somit Port-Chaos vermeiden.
    Eine Anleitung dazu gibts hier im Forum: *klick*

    Da ich bisher nichts weiter installieren werde, brauchte ich diesen Schritt nicht. Hier kann ich also leider nichts zu sagen, aber im anderen TUT kann euch bestimmt geholfen werden :) Im Zweifel ist dieser Schritt auch noch nachträglich umsetzbar.

    Docker

    Herzstück der Installation der Teddycloud - zumindest, wenn mans nicht deutlich kompliziert machen möchte. Also für so Anfänger wie mich ;)
    Docker simuliert in den einzelnen Containern jeweils eine Betriebsumgebung, sodass nicht alles einzeln und in großem Stil aufgesetzt werden muss. Zur Erstellung der Container gibt es wiederum viele bereits vorgefasste Files, so auch für die Teddycloud und Portainer.
    Docker ist als Standard-Anwendung für den Ugreen-NAS verfügbar und somit kinderleicht über die internen Apps zu installieren. Als Container werden nur Portainer und die Teddycloud selbst benötigt.

    Portainer

    Ist ein Container für Docker, der eine Bedienoberfläche fürs Management von Docker erzeugt. Man spart sich somit die Kommandozeile, was ich als absoluter n00b in dieser Hinsicht definitiv begrüße. Geht natürlich auch ohne, aber warum kompliziert, wenns auch einfach geht.

    Wichtig ist hierbei die Installation direkt über die Kommandozeile – NICHT innerhalb Dockers! Zumindest hat letzteres bei mir nicht geklappt, weil ich während der Installation gar nicht die benötigte Verlinkung ins Docker-Stammverzeichnis angeben konnte, sodass er sich letztlich nicht verbinden konnte.
    Das Tutorial dafür gibt es ebenfalls hier im Forum: *klick*

    Teddycloud

    Ohne wärs ja irgendwie ad absurdum, gell?
    Die Anwendung ist, wie bereits eingangs erwähnt, Open Source und über Github oder das RevvoX-Wiki einzusehen und herunterzuladen. Vor allem gibt es ein File für Docker Compose bzw. Portainer, um daraus eben ohne großes Gebastel direkt einen Container mit allen nötigen internen Diensten zu erstellen. Einfacher gehts quasi nicht mehr.
    Das File ist hier zu finden: *klick*

    Anpassung mp3 für Custom-Tags

    Je nach gewünschten Inhalten habe ich verschiedene Kombinationen in der Umsetzung für die Tags benutzt.
    Für Benjamin Blümchen mit hier aktuell über 140 Folgen habe ich z.B. jeweils 10 Folgen auf einen Custom-Tag gespielt und die Trackliste auf die Rückseite gedruckt. Längere Hörspiele haben ein eigenes Tag und sofern wir bereits eine passende Original-Figur haben, habe ich dort zumindest die ersten paar Folgen oder sogar direkt alle statt des originalen Inhalts hinterlegt.
    So spielt unser Petzi nun z.B. statt der original hinterlegten ersten vier Geschichten aus Teil eins (entsprechend CD 1) direkt alle sechs verfügbaren Teile hintereinander ab (entsprechend CD 1-6).

    Teils müsst ihr dafür eure vorhandenen Dateien in ihren Tracks zusammenfassen oder auch trennen, damit sie durch Spulen sinnvoll anzusteuern sind. Erst durch 20 Tracks der ersten Geschichte zu spulen, damit man die zweite hören kann, ist in der Praxis logischerweise dezent unpraktikabel (und zumindest MIR geht das dauernde Gepiepe mächtig aufs Krönchen, wenn hier ewig gespult wird...).
    Diese Bearbeitung mache ich mit mp3DirectCut, herunterladbar hier: *klick*

    Bei einigen Hörbüchern sind mitunter mehrere Geschichten in einem Track zusammengefasst (gerade bei Direktdownloads über einige Shops). Diese trenne/schneide ich, sodass jede Geschichte ein eigener Track wird und somit durch Spulen angesteuert werden kann.

    Andere umfangreichere Hörbücher haben wiederum mehr als die zulässigen 99 Tracks. Hier füge ich je nach Lauflänge zwei oder auch mehr Tracks einfach unbearbeitet zusammen (je nach sinnvoller Länge bezüglich Spulen) und speichere sie neu ab.
    Wenn ich mehrere Episoden auf einen Tag spiele, fasse ich die Tracks der Episoden als jeweils einzelne Datei pro Episode zusammen, sodass man nicht ewig spulen muss, wenn man eine der späteren hören möchte.

    Auch produziert die Cloud (bei mir) ab und an einen Fehler bei einzelnen Tracks in der Konvertierung. Ich habe den eigentlichen Fehler noch nicht identifizieren können, aber bisher hat es tatsächlich immer ausnahmslos funktioniert, wenn ich den entsprechenden Track einmal in mp3DirectCut einfüge und einfach unbearbeitet unter anderem Namen wieder abspeichere. Danach lädt und konvertiert er bisher anstandslos.

    HINWEIS:
    Der original Inhalt kann übrigens jederzeit wieder dem original Tonie zugewiesen werden, indem der Cloud-Abruf wieder aktiviert und der original Inhalt somit wieder aus der Herstellercloud heruntergeladen wird.

    Edited once, last by schattenhexe (May 17, 2025 at 3:57 PM).

  • Anleitung

    Ihr braucht:

    - Toniebox
    - eingerichtetes Ugreen-NAS
    - WLAN
    - PC mit USB-Anschluss
    - Software-Tools wie oben angegeben
    - UART-Adapter mit zum PC passendem USB-Anschluss und 3,3 V
    - 3-fach-Klemme oder Alternative
    - 3 Jumper-Kabel (ggf. bereits bei Adapter oder Klemme dabei)
    - Büroklammer oder Alternative
    - kleine Schale oder dergleichen für die Schrauben (Ernsthaft, die Dinger sind schneller weg gerollt, als ihr denkt!)
    - Micro-SD-Karte mit Speicherkapazität bis 512 GB
    - Micro-SD-Kartenleser (ggf. 2 Stück sofern ein Image/Klon erstellt werden soll)
    - normalen Kreuz- sowie Schlitzschraubendreher

    Sofern ihr zusätzlich Custom-Tags erstellen möchtet, natürlich auch noch die nötigen Komponenten für eure gewählte Variante (Anleitung siehe ganz am Ende).

    Schritt für Schritt

    Bitte dazu grundlegend parallel das Video von MyDealz auf Youtube *klick* anschauen, ich beziehe mich entsprechend darauf. Nur den Ablauf habe ich etwas angepasst, so wie ich ihn in der Praxis für mich sinnvoller fand bzw. meine Komponenten schon da waren.

    1. Treiber UART-Adapter installieren

    Zur Vorbereitung könnt ihr den Adapter schon einmal an den PC anschließen, um zu schauen, ob ihr ggf. einen Treiber installieren müsst. Bei mir hat sich Windows selbständig einen heruntergeladen, als ich den Adapter das erste Mal angeschlossen habe. Alternativ findet ihr normalerweise einen passenden Hinweis und/oder Link in den Infos eures konkreten Adapters.

    2. Firmware Toniebox updaten

    Stellt sicher, dass die Toniebox die neueste Firmware heruntergeladen hat. Dafür eine neue Box entweder ganz normal einrichten oder eine schon genutzte Box einmal in den Onlinemodus stellen und mit dem WLAN verbinden.
    Habt ihr die Box aufgrund der Frage nach der Platinenversion bereits aufgeschraubt, dann reicht es, wenn ihr das Innenleben dafür einmal wieder so weit zusammenbaut, dass ihr sie (vorsichtig) auf die Ladestation stellen könnt. Also Platine wieder rein, Akku wieder rein und Akkuhalterung zumindest mit einer Schraube festpinnen.

    3. Feststellen der Platinenversion -> nur ESP32 für diese Anleitung!

    Dafür entweder die Modellnummer checken (10003, neben dem Strichcode auf der Verpackung), MAC-Adresse bei macvendors abfragen (Espressif = ESP32) oder die Box aufschrauben und auf Platine bzw. Chip nachschauen (Version steht direkt auf dem Chip).

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    4. Öffnen der Box

    - Im Zweifel warten, bis die Box sich ausgeschaltet hat (geht nach 10 Minuten automatisch aus).
    - Die Box auf den Tisch stellen, von oben den weißen Innenteil an zwei Seiten fest herunterdrücken und etwas gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis es einmal deutlich knackt. Nicht überdrehen. Danach kann der Boden herausgenommen werden.
    - Die einzige Schraube entfernen. Vorsicht, danach fällt einem das Innenleben oft wirklich schon direkt entgegen!

    5. Platine entnehmen

    - Die beiden Schrauben der Akkuhalterung entfernen, das Teil dabei gut festhalten.
    Das Akkukabel kann eingesteckt bleiben, sofern die Box beim Ausbau der Platine nicht unbedingt an geht und man genug Handlungsfreiheit hat, ohne dass man die Kabel/Halterungen beschädigt. Andernfalls kann man mit dem Schlitzschraubendreher seitlich abwechselnd vorsichtig die Stecker etwas heraushebeln, sofern es mit den Fingern nicht klappt. Bei mir saßen sie gerade anfangs super fest. Hier ist ggf. Geduld gefragt, aber immer noch besser, als dass man die Minikäbelchen hinterher wieder anlöten muss...

    Die Akkuhalterung ist an der Oberseite eingeschoben, nicht wundern beim ersten Öffnen. Ich hab einen Moment gebraucht, bis ich das gecheckt hatte.

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    Die Platine ist oben links gesteckt und im oberen Bereich der Platine selbst sind beidseitig zwei kleine Löcher mit weißen Haltern zu sehen, die sie an Ort und Stelle halten. Um die Platine zu entfernen muss man sie also etwas anwinkeln, damit die Halter nicht mehr greifen, und dann vorsichtig die Verbindung unten links „herauswackeln“. Hier bitte aufpassen, dass nicht mit zu viel Kraft agiert wird, denn sonst verbiegen ggf. die Pins, man reißt den Kontakt mit ab oder hat beim Lösen schließlich so viel Schwung drauf, dass man ggf. die anderen Kabel/Verbindungen auf der Rückseite beschädigt.

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    6. Micro-SD-Karte vorbereiten (Infos Tools siehe oben)

    - Zum Ausbau der alten Karte die Box (wieder) öffnen und die Platine entnehmen. Die Kabel können stecken bleiben, sofern man vorsichtig genug agiert und die Box ausgeschaltet ist/bleibt.
    - Wie im Video zur Speichererweiterung von MyDealz *klick* gezeigt die Verklebungen mit den Fingernägeln vorsichtig vom SD-Slot knibbeln, von hinten einmal gegen den Slot drücken und die Karte entnehmen. (Die restlichen Inhalte des Videos können an dieser Stelle ignoriert werden, da sie für die Teddycloud nicht relevant sind.)

    - Formatierung der neuen Karte auf FAT32 mit entsprechendem Tool, sofern die Karte größer als 32 GB ist (z.B. mit EaseUS Partition Master).
    - Bei Bedarf erstellen und erweitern eines Images/Klons der alten Karte (z.B. mit EaseUS Partition Master) und Übertrag auf die neue Karte.

    7. Docker installieren

    Dieser Schritt ist absolut unkompliziert, da Ugreen Docker bereits als Standard-App anbietet. Dafür einfach über das App-Center auf der Benutzeroberfläche installieren.

    8. MacVlan installieren (OPTIONAL)

    Sofern ihr mehrere Anwendungen und Container laufen habt oder plant, müsst ihr den Containern eigene IP-Adressen zuweisen können, um Port-Chaos zu vermeiden. Dafür MacVlan nach folgender Foren-Anleitung installieren: *klick*

    9. Portainer installieren

    Hier bitte NICHT direkt über Docker installieren! In diesem Fall verlinkt er die Verzeichnisse nicht korrekt, sodass Portainer die Docker-Umgebung später nicht korrekt zuordnen kann.
    Stattdessen bitte direkt über die Kommandozeile nach folgender Anleitung aus dem Forum vorgehen: *klick*
    Ich habe die Ports entsprechend der Anleitung übernommen, sofern ihr da andere Vorstellungen habt, müsst ihr natürlich anpassen.
    HINWEIS: Der Port 443 ist als einziger nicht anpassbar, da die Toniebox diesen zwingend für die Verbindung nutzt.

    An dieser Stelle für die absoluten Anfänger wie mich in Sachen Codes und Co. noch einige HINWEISE:
    Die Kommandozeile erreicht ihr unter Win10 über Rechtsklick auf den Windows-Startbutton, "ausführen" und die Eingabe "cmd".
    Haltet euch bei diesen Anleitungen bitte genau an die gegebenen Instruktionen, sonst programmiert ihr euch ggf. wasauchimmer rein, das unter Umständen schwierig wieder zu beheben ist (zumal per Ferndiagnose). Zudem übernimmt man normalerweise auch keine beliebigen Codes aus dem Internet (so viel sollte eigentlich klar sein) - die hier verlinkten sind jedoch entsprechend bereits umfangreich getestet und soweit vertrauenswürdig.

    Auf das im Tutorial beschriebene SSH greift ihr wie folgt zu:

    - In der NAS-Bedienoberfläche unter "Systemsteuerung" unter "Terminal" das Häkchen für SSH setzen, der Port bleibt
    - Kommandozeile aufrufen und folgendes eingeben "ssh dein-NAS-Admin-Benutzername@IP-Adresse-des-NAS -p22"
    - Das Passwort für den entsprechenden Benutzernamen eingeben und nicht wundern, es wird nicht angezeigt beim Eintippen, ist aber dennoch da (das zu raffen dauert einen Moment als jemand, der keine Ahnung hat 8o)

    Nun weiter verfahren, wie in der Anleitung beschrieben.
    Danach bitte nicht vergessen, das SSH am NAS wieder zu deaktivieren!

    10. Teddycloud aufsetzen

    Auch dieser Schritt wird im Video recht ausführlich gezeigt.
    - Dafür Portainer wie in eben befolgter Anleitung (*klick*) beschrieben über "https://IP-Adresse-des-NAS:9443" im Browser aufrufen, in der lokalen Umgebung links auf „stacks“ gehen und oben rechts mit „add stack“ ein neues erstellen.
    - Das vorgefertigte File für die Installation gibt es hier: *klick*
    - Den Code kopieren und in das Stack einfügen. Die Ports an eure Einstellungen anpassen und go.

    Die Bedienoberfläche der Teddycloud ist dann über den Browser zu erreichen unter "https://IP-Adresse-des-NAS:8443" - vorausgesetzt ihr habt die Ports so übernommen, wie sie im File aufgeführt sind.
    Nicht wundern, wenn die Verbindung trotzdem als unsicher angezeigt wird. Da keine gültigen Zertifikate fürs https vorhanden sind, ist das korrekt so. Da es sich aber nur um eine lokale Verbindung handelt, kann das ignoriert/weggeklickt werden.

    HINWEIS:
    Hier kann es sein, dann ihr Chrome oder einen anderen auf Chromium basierten Browser nutzen müsst, da Firefox aktuell offenbar immer noch Probleme hat mit der Weiterleitung. Ich kann zumindest aktuell mit Firefox nicht auf die unsichere Verbindung zugreifen, weil er mir diese Option gar nicht anbietet.

    11. Zertifikate auslesen, Box patchen

    Von hier aus leitet euch die Teddycloud selbst sehr gut durch das weitere Prozedere, wie ebenfalls im Video nachzuvollziehen. Haltet euch am besten einfach strikt an die Anweisungen, dann kann nicht viel schief gehen.
    Ich habe für diese Schritte entsprechend die oben angegebene 3-fach-Klemme und eine Büroklammer benutzt, das hat prima funktioniert. Zudem habe ich die Benutzeroberfläche über Google Chrome aufgerufen, Firefox hat auch bei mir noch nicht funktioniert.

    Stellt bitte wirklich sicher, dass der UART-Adapter auf 3,3 V eingestellt ist und die Jumper-Kabel korrekt verbunden sind. Die Übersicht der Pins auf der Platine und die korrekte Zuordnung zeigt euch die Teddycloud im Prozessverlauf an. TX und RX müssen entsprechend gekreuzt werden, also TX der Box zu RX des Adapters und umgekehrt.
    Und bitte unbedingt die Zertifikatsdatei aus der Cloud herunterladen und speichern, sobald sie ausgelesen ist - sicher ist sicher.

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    Edited once, last by schattenhexe (May 17, 2025 at 11:23 PM).

  • 12. Einstellungen Lautstärke/Licht/Spulen

    Die Einstellungen zur maximalen Lautstärke, der Lichtstärke des Displays sowie dem Klapsen zum Spulen könnt ihr nun auch direkt in der Teddycloud einrichten. Dazu oben unter Tonieboxen über das Einstellungsrädchen unter dem Bild der gewünschten Box entsprechend hinterlegen.

    13. Custom-Tags einspielen

    Sobald alles eingerichtet ist, könnt ihr euren Custom-Tags den gewünschten Inhalten zuweisen. Hierfür ist es bei der Teddycloud nicht nötig, die Tags vorher auszulesen – das macht die Cloud ganz automatisch, sobald man sie auf die Box legt.

    Beim Hochladen über den Audio-Converter wird immer eine einzelne .taf-Datei aus den eingefügten Inhalten erzeugt, dabei wird jeder Track zu einem Kapitel. Speichern tue ich persönlich das in einer üblichen Ordnerstruktur mit standardmäßiger Benennung nach Serie und Titel, damit ich alles easy wiederfinde. Das bleibt aber natürlich euch überlassen.
    Ihr legt also das Tag auf die Box, lasst euch dann unter „Tonies“ im Filter „zuletzt abgespielt“ anzeigen und bekommt so das gerade angepingte Tag angezeigt. Dort kann dann über das Stiftsymbol unter dem Bild bequem der entsprechende Inhalt zugewiesen werden.

    Den Custom-Tags ein Cover bzw. Modell zuzuweisen ist aktuell übrigens noch WiP, geht aber mit etwas Umstand bereits jetzt. Wie genau wird wieder direkt in der Cloud bei Nutzung der Funktion angezeigt, ich persönlich hab das bisher jedoch noch nicht gemacht.


    Custom-Tags herstellen

    Im Prinzip benötigt man für Custom-Tags nur zwei essentielle Dinge: ein RFID-Tag und einen Abstandshalter, der mindestens ca. 3 mm Abstand zwischen Tag und Box bringt. Ist der Tag zu dicht an der Box, dann wird er schlicht nicht erkannt.
    Empfehlenswert sind aber außerdem natürlich ein Magnet wie bei den Original-Figuren, damit das Tag nicht von der Box rutscht, sowie eine schicke Verpackung. Letztere ist logischerweise reine Geschmackssache und kann von Kuscheltier, über beliebige und ggf. gesockelte Spielfigur bis hin zur Butterdose quasi alles sein. (Warum nur kommt mir dazu nun gerade das Kopfkino zum Radiostream am Frühstückstisch, sobald man die Butterdose auf die Toniebox stellt… yay! :huh::D )
    Figuren aus dem 3D-Drucker gehen natürlich auch, finde ich persönlich aber schlicht nicht schön (zumindest die aus unserem Drucker *hüstel*). Tag-Sockel unter Figuren gehen ebenfalls. Zudem mag ich aber die meisten CD-Cover einfach gern (ja, ich bin nostalgisch), sodass ich mich letztlich für quadratische Münzkapseln entschieden habe. In den Videos und Anleitungen sind fast ausschließlich die runden Varianten zu sehen, die aber für CD-Cover natürlich nicht besonders geeignet sind – dafür sind sie merklich günstiger, weil einfach weiter verbreitet. Alles eine Frage der persönlichen Präferenzen.

    Von Leuchtturm gibt es für diese(n) Zweck(entfremdung) die Münzkapseln Quadrum (NICHT Mini für die hier verwendeten Tags, High ginge wiederum), die mit einer Außenkantenlänge von 5 x 5 cm quasi perfekt sind. Zudem gibt es sie bereits mit Schaumeinlage und 10 mm Aussparung in der Mitte, die wiederum perfekt für einen Neodym-Magneten mit 10 x 3 mm passt. Für die Größe der Kapseln würde ich für besseren Halt ggf. Magnete mit 12 x 3 mm empfehlen, das habe ich aber nicht getestet (die passenden Schaumeinlagen gibt es aber entsprechend). Da die Tags eine krasse Reichweite haben und selbst noch fast 10 cm über der Box gehalten problemlos erkannt werden, würde ich als Laie jedoch schätzen, dass 12 mm kein Problem bezüglich der Antenne darstellen sollten.

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    Für die Cover gehen maximal 43,5 mm im Quadrat, sonst schließen die Kapseln nicht mehr richtig.
    Ich persönlich schneide meine Cover mit dem Plotter, geht aber natürlich auch per Hand. Es hat zudem ja auch nicht jeder so eine grenzdebile Wenn-schon-dann-auch-so-richtig-Einstellung wie ich drauf und druckt gleich Cover und Rückseiten für über 150 Tags... *hust*
    Ich habe für die Vorderseite, wie bereits erwähnt, die CD-Cover verwendet. Sofern es sich um mehrteilige Serien handelt, habe ich die Tags zudem sichtbar auf dem Cover durchnummeriert, damit sie unkompliziert in der richtigen Reihenfolge gehört werden können.

    Für passende RFID-Tags wird auf den meisten Seiten RFIDFriend.com empfohlen – diese Tags sind zu 100% kompatibel mit der Box. Meine stammen auch dort her, insofern kann ich zu anderen Quellen leider nichts beitragen. Wenn ihr auf der Seite auf den "Jetzt kaufen"-Button klickt, werdet ihr durch einen Bestellprozess bei paypal geleitet, in dem ihr die gewünschte Menge auswählen könnt und natürlich auch die Preise angezeigt werden. Von meinen bestellten 100 Tags hat nur ein einziges nicht funktioniert und dort bin ich mir auch noch nicht sicher, ob es wirklich kaputt ist oder nur die Sicherheitssperre vorzeitig aktiviert wurde, das muss ich noch prüfen. (EDIT: Das Tag ist offenbar tatsächlich kaputt. Selbst wenn die Sperre vorzeitig aktiviert wurde, würde die Box reagieren und sie deaktivieren. Er hat aber Ersatz angeboten, insofern alles prima.)
    Die Tags von dort sind runde Aufkleber mit 38 mm Durchmesser und einem Blanko-Bereich in der Mitte, durch den der Magnet weder in die Signalwege pfuscht noch die Antenne des Tags auf Dauer beschädigen kann. Andere Händler haben auch weitere Formen oder Größen, es gibt z.B. auch welche als Blanko-Scheckkarten (die aber leider das Abstands- und Magnetproblem haben, sonst hätte ich die auch recht charmant gefunden).
    Wichtig ist immer, dass es original NXP SLIX-L-Tags sind für die ESP32. Wobei auch dort wohl nicht jedes von jedem beliebigen Händler garantiert funktioniert bzw. viel gemogelt wird. Mehr Infos sind in den Forums-Diskussionen zu finden.

    Der konkrete Aufbau des Tags ist also folgender:

    Boden Kapsel – (leerer) Papierausdruck Rückseite – Schaumeinlage mit Magnet in der Mitte – RFID-Tag (auf Einlage und Magnet geklebt) – Cover-Ausdruck – Deckel Kapsel

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    Ich habe auf die Rückseite jeweils nochmal den Titel bzw. eine Titelliste gedruckt, gerade bei mehreren Folgen einer Serie pro Tag, fand ich das ganz hilfreich.
    Beim Platzieren der Magnete solltet ihr zudem sinnvollerweise darauf achten, dass alle in eine Richtung ausgerichtet sind – dann stacken die Tags fein säuberlich und lassen sich auch in einer entsprechenden Aufbewahrung verstauen, ohne sich ständig gegenseitig durch die Gegend zu schubsen.
    Leuchtturm bietet zur Aufbewahrung z.B. einen Koffer an, in den 150 der Tags reinpassen (zumindest sollten sie, bei uns passt es nicht ganz). Kann ich bisher empfehlen, so fliegt nicht alles rum.

    Einziges Manko dieser quadratischen Tags: sie schließen nicht so schmatzig gut wie die runde Variante. Dahingehend muss ich mir wohl vermutlich auf lange Sicht noch was einfallen lassen, aber erst lass ich mich überraschen, wie oft sie im täglichen Gebrauch dann wirklich auf gehen. Vom restlichen Handling und der Optik her bin ich momentan jedenfalls sehr zufrieden mit dieser Variante.

    !!! ACHTUNG - LEBENSGEFAHR !!!
    Stellt bei der Nutzung durch kleine Kinder je nach Alter bitte UNBEDINGT sicher, dass die Tags nicht auf gehen können bzw. die MAGNETE UNTER KEINEN UMSTÄNDEN geschluckt werden! Es besteht sonst !!! AKUTE LEBENSGEFAHR !!! durch Perforation von Magen und Darm durch die starke Anziehungskraft der Magnete!

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    EDIT:

    In den Koffer zur Aufbewahrung passen zwar in die angedachten Steckplätze bei uns insgesamt nur 145 Kapseln rein (entsprechend je eine weniger pro Reihe als angegeben), dafür kann man aber problemlos noch bis zu zwei Kapseln übereinander flach oben drauf legen. Entsprechend passen zur Not auch mehr Tags in den Koffer als die vom Hersteller angedachten 150 Stück.

    Um die Kapseln fester zu verschließen hat es bei mir gut funktioniert auf zwei Seiten ein schmales Stück Tesa auf die Feder der unteren Kapselhälfte zu legen. Sobald das beim Schließen eingeklemmt wird, sitzt der Deckel entsprechend fester als ohne.
    Bei denen, wo das nicht ausgereicht hat, habe ich stattdessen einfach rundherum etwas Kleber in die Nut des Kapseldeckels gegeben. Ich nutze dafür den Mono Liquid Glue Multi von Tombow, der trocknet fast durchsichtig und bleibt vor allem elastisch - so hält er den Deckel ordentlich zu, lässt sich bei Bedarf zum Wechseln der Cover aber dennoch problemlos wieder öffnen. Abschließend zukleben wollte ich die Tags aus diesem Grund entsprechend nicht, sodass die Variante für uns die passendere ist.

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    Edited 6 times, last by schattenhexe (June 14, 2025 at 12:42 PM).

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