Backupmethode mit vdsm (rsync)

  • Vorneweg:
    Für Anfänger würde ich diese Backupmethode nicht empfehlen, da hierbei doch einige Kenntnisse bzgl. Docker, macvlan etc. Voraussetzung sind.

    Ausgangspunkt:
    Ich bin mit der in UGOS installierten App "Sync&Backup" bisher nur semizufrieden. Habe zwar Duplicati als Container installiert und ausprobiert, bin ich aber auch nicht zufrieden.

    Außerdem wollte ich kein zweites NAS in Betrieb nehmen, um ein Backup per rsync in Ugreen Sync&Backup machen zu können.
    Ich habe mit vdsm, welches als funktionfähiges SynologyDSM in einem Docker Container installiert werden kann, also etwas herumexperimentiert.

    Voraussetzung:
    Ich habe in meinem 6-Bay NAS (DXP6800Pro) zwei SSDs als Speicherpool 2 mit Volume2 (4TB im RAID1 Verbund) erstellt.
    Mein Speicherpool 1 mit Volume1 läuft mit vier SSDs im RAID5 (8TB + eine SSD als HotSpare). Darauf installiert ist das UGOS Beteiebssystem und alle anderen Apps, alle Docker Container und natürlich die zu sichernden Daten.

    Folgendermaßen bin ich vorgegangen:
    1. Bei der vdsm Container Erstellung gleich ein zweites Volume (Größe 2TB=2048G <-eigenen Möglichkeiten und Wünschen entprechend anpassen) miterstellen, welches auf dem Volume2 des UgreenNAS liegt (siehe Voraussetzung). Wie man ein zweites Volume in vdsm erstellt, wird einem auf der entsprechenden GitHUB Seite (s.u.) gut erklärt.

    2. Im SynologyDSM einen "Freigegebenen Ordner" namens "Backup" (<-beliebig umbenennen) erstellen.

    3. Im SynologyDSM unter "Dateidienste" den Dateidienst "rsync" aktivieren.

    4. Im UGOS "Sync&Backup" dort "Sichern & Wiederherstellen" wählen und eine Sicherungsaufgabe hinzufügen.
    a) Nun wählt man den Typ "Dieses UGREEN NAS sichern".
    b) Bei Server-Typ "rsync" auswählen.
    c) Serveradresse ist die IP des SynologyDSM (<-mit macvlan habe ich dem vdsm eine feste IP in meinem lokalen LAN zugewiesen. Danach konnte ich über den DHCP des Routers dem SynologyDSM ebenfalls eine feste IP zuordnen; siehe bei "Wichtig").
    d) Verschlüsselte Übertragung kann nach Wunsch "Ein" oder "Aus".
    e) Port: 873
    f und g) Benutzername und das Passwort ist vom User bzw. Admin-User, der auf dem SynologyDSM eingerichtet wurde.
    h) Nun wählt man unter "Auswahl" alle "Quellen" auf dem UgreenNAS aus, die man gesichert haben möchte (als Auswahl stehen der Persönliche Ordner, alle Freigegebenen Ordner und alle angelegten Benutzerordner zur Verfügung).
    i) Als "Ziel der Sicherung" wählt man den unter 2. angelegten freigegebenen Ordner "Backup" aus (oder einen zuvor erstellten Unterordner etc.).
    j) Unter "Einstellungen" kann man einen Plan für regelmäßges Zusichern anlegen, z.B. Täglich um 10 Uhr. Mit Versionsrichtlinie bestimmt man Anzahl der Zusicherungen.
    k) Im letzten Punkt "Vorschau" gibt man der Sicherungsaufgabe einen passenden Namen und kann mit dem Haken "Sicherung sofort nach Erstellung" gleich loslegen.

    5. Danach läuft das rsync auf den Ordner des Volume2/Backup vom SynologyDSM!


    Nachklapp:
    Wie man das vdsm mittels Portainer installiert kann in folgendem Tutorial RE: [TUT] Virtual DSM mit Portainer installieren von Mike0185 nachgelesen werden.

    Wichtig:
    Nachdem man vdsm in sein macvlan eingebunden hat, kann man sich per DHCP von seinem Router (bei mir eine Fritzbox 6690) einen IP für sein SynologyDSM zuweisen lassen. Es funktioniert über eine Enviroment Variable. Dies wird ebenfalls (unterhalb der Erklärung zur macvlan Einbindung) auf der entsprechenden vdsm Seite erklärt: https://github.com/vdsm/virtual-dsm

    Wenn gewünscht, kann ich zum besseren Verständnis meinen entsprechend angepassten Stack für vdsm zu Verfügung stellen.

    Viel Glück beim Nachmachen!

    Meine Hardware

    Ugreen IDX6011 Pro | 64GB RAM LPDDR5/x-RAM, 8533 MHz | 4x 4TB WD Red SA500 SATA SSD | 2x 4TB Kingston DC600M SATA SSD
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  • Hi!

    Verstehe ich das richtig? Du sicherst deine in UGOS befindlichen Dateien auf einen, in einem Docker Container laufenden VirtualDSM, der sich ebenfalls auf der DXP befindet? Was macht das für einen Sinn?

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
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  • dito,

    ein Backup auf dem selben NAS ist nur bedingt ein Backup, daß man mal schnell um eine versehentlich gelöschte Datei aus dem Backup zurück zu holen. Das erreicht man aber auch über die Versionierung.

    Was ist bei Diebstahl des NAS, Blitzschlag, Feuer etc. Da gibt es kein Backup mehr.

    Ein Backup sollte immer auf getrennten Medien und das am besten außer Haus liegen.

    Aber Respekt zu Deinem Konzept, das ganze so zu durchdenken, umzusetzen und mit Erfolg durchzuführen. Nur leider wird das ganze der 3-2-1 Regel für Backups nicht ganz gerecht.

    Meine Hardware

    iDX6011 Pro (64GB RAM) btrfs, 2x12 TB SG Enterpr. Raid1, 1x12TB SG Enterpr. Basic, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1,

    DXP2800 btrfs 1x 12TB WDRedPl, 16GB RAM Crucial CT16G56C46S5.C8B2, NVME 2x 500GB Samsg. 970 EVOPlus Raid1,

    DS1525+, btrfs 2x8TB WD, btrfs SHR, 1x 12 TB SG IronWolf, 1x 3TB WD RedPlus, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1, 40GB ECC RAM

    DS218+ btrfs 1x12TB WD, 1x SSD 500GB, RAM 20GB DDR4-2666MHZ

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB, Zyxel GS1200-8 x 1GB,

  • Das ist richtig. Ich habe ein Backup (verschlüsselt) auf einem separaten RAID1 liegen. Über Sinn oder Unsinn kann man ja bekanntlich streiten. Natürlich ist ein Sicherung auf eine externe Lösung (zweites NAS an einem anderen Standort) immer vorzuziehen und besser. Leider habe ich diese Möglichkeit bisher nicht. Und ein zweites NAS kostet auch wieder entsprechend Geld.

    Mir war es vorerst wichtig ein Backup meiner Daten zu haben, solange Sync&Backup von Ugreen noch keine Möglichkeit bietet auf eine externe USB-Platte zu sichern. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken.

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  • Klar, Deine Gedanken sind von Haus aus zu sehen gewesen und nachzuvollziehen 😉

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  • Sorry, aber leider hat eineb recht. Ein internes Backup ist halt kein Backup, genauso wie ein RAID kein Backup ist. Ist ja nicht bös gemeint und dein Ehrgeiz sowie dein Engagement in allen Ehren, aber das ist für mich keine Lösung.

    solange Sync&Backup von Ugreen noch keine Möglichkeit bietet auf eine externe USB-Platte zu sichern.

    Ob du es glaubst oder nicht, aber ich bin an dem Thema dran und kann schon erste Ergebnisse verbuchen. Aber ich will noch nicht zu viel verraten. Aber eineb wird bestimmt etwas mit dem Begriff „autorun“ anfangen können, oder? Sowas in der Art könnte es werden, aber 🤫

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  • Ich hatte nirgends erwähnt, dass es sich bei der Backupmethode um eine 3-2-1-Regel handelt. Das wäre noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Es ging mir lediglich darum, die vorhandenen Daten -so gut mir aktuell möglich- zusätzlich abzusichern. Hoffen wir mal, dass sich bei Ugreen bzgl. Sync&Backup bald was tut.

    Und ja, bei Feuer, Blitz und sonstigen Katastrophen, schaffe ich es entweder mein NAS noch in Sicherheit zu bringen oder habe "extrem" gelitten. Von Diebstahl sehe ich mal bei meiner Wohnsituation ab. Aber auch hier weiß man ja nie. Nur, weil es bisher gut gegangen ist, heißt das noch nichts ...

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  • Ich kann da nur Beipflichten. Tommes bringt seit langem viel Ehrgeiz zu Tage und entwickelte schon seit langem immer wieder individuelke Backup Pakete für die Synology DS.

    Im Prinzip immer auch wegen gewissermaßen an bestimmten Punkten unbefriedigenden Backup Lösungen seitens Synologys.

    Ich denke, wenn er das sagt wird auch bald was kommen. 😍

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    iDX6011 Pro (64GB RAM) btrfs, 2x12 TB SG Enterpr. Raid1, 1x12TB SG Enterpr. Basic, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1,

    DXP2800 btrfs 1x 12TB WDRedPl, 16GB RAM Crucial CT16G56C46S5.C8B2, NVME 2x 500GB Samsg. 970 EVOPlus Raid1,

    DS1525+, btrfs 2x8TB WD, btrfs SHR, 1x 12 TB SG IronWolf, 1x 3TB WD RedPlus, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1, 40GB ECC RAM

    DS218+ btrfs 1x12TB WD, 1x SSD 500GB, RAM 20GB DDR4-2666MHZ

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB, Zyxel GS1200-8 x 1GB,

  • Naja, mein Backup Script mit dem schönen Namen jarss kann bereits auf der DXP eingesetzt werden. Ich habe schon ein paar Tests durchlaufen lassen, sowohl lokale, interne wie externe Backups als auch Remote Backups. Leider handelt es sich dabei jedoch um eine reines CLI Script was obendrein noch eine SSH Public Key Verbindung zu einem Remote Server vorraussetzt, möchte man denn gerne darauf sichern. Und mit CLi Scripten können halt nur die wenigsten etwas anfangen bzw. umgehen und aktuell geht das auf der DXP nur durch manuelles auslösen auf der Kommandozeile. Daher alles eher suboptimal für den Otto-Normal-Benutzer.

    Mein Plan ist, auch wenn man für die Installation des Ganzen kurz auf die Kommandozeile muss, das beim einstecken eines externen USB-Datenträgers automatisch ein rsync Backup ausgeführt wird, um Daten von der DXP auf diesen zu sichern. Im Prinzip funktioniert das bei mir auch bereits, aber es fehlen noch ein paar Detials und der Feinschliff. Aber ich quatsch schon wieder zuviel…

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  • Na, dann bin ich mal gespannt, was da kommt. Wünsche auf alle Fälle Tommes viel Erfolg bei der Erstellung einer geeigneten Backuplösung. Einerseits wäre es für Ugreen eine echte Blamage, wenn seit fast einem Jahr so was Wichtiges wie eine vernünftige Backupstrategie für ihr NAS brach liegt, andererseits würde ich mich über eine brauchbare Backuplösung für alle UgreenNAS Nutzer freuen.
    Das wäre für alle UgreenNAS Nutzer ein echter Gewinn!

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  • Ich gebe, wie immer, mein bestes!

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  • Na, dann bin ich mal gespannt

    Kannst ja schon mal Spitzel was von Tommes aktuell so im Rennen ist 😉

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