Fragen zum Ein- bzw. Umstieg ins Ubiquiti UniFi-Universum

  • Gedankenspiele!

    Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mein Netzwerk komplett neu aufzubauen: weg von AVM, hin zu Ubiquiti – allerdings mit einigen Einschränkungen bzw. Anforderungen. Da ich bisher noch keinerlei Berührungspunkte mit Ubiquiti hatte, habe ich natürlich einige Fragen, wobei mir eine besonders unter den Nägeln brennt (dazu gleich mehr). Mir geht es hierbei hauptsächlich um eure Meinung und eure persönlichen Erfahrungen. Tiefgreifende Einrichtungs- und Konfigurationsfragen werden vielleicht irgendwann später folgen, hoffentlich aber nicht.

    Ausgangslage: Meine FRITZ!Box 5590 soll auch weiterhin für die Anbindung an meinen Glasfaseranschluss, für VoIP als auch für meine AVM-Smarthome-Geräte wie Thermostatregler, Schaltsteckdosen etc. genutzt werden. Direkt dahinter läuft aktuell eine pfSense, die mein eigentliches LAN in weitere Subnetze aufsplittet, das Routing übernimmt sowie einige Dienste wie OpenVPN, Adblocker etc. anbietet. In den jeweiligen Subnetzen befinden sich u.a. weitere AVM-Produkte wie z.B. eine FRITZ!Box 4060, ein FRITZ!Repeater 6000 usw.

    Anforderungen: Aktuell geht es mir im Grunde nur darum, meine pfSense durch ein UniFi-Gerät zu ersetzen, das die gleichen oder zumindest ähnliche Funktionen übernimmt. Auf jeden Fall sollten eine saubere Segmentierung, die Vergabe grundlegender Firewall-Regeln und der Aufbau einer VPN-Verbindung möglich sein. Zu diesem Zweck habe ich mir das Ubiquiti Cloud Gateway Max angeschaut.

    Frage: Lässt sich eine pfSense überhaupt mit solch einem UniFi Gateway vergleichen bzw. kann ein solches Gateway ähnliche Funktionen wie eine pfSense bereitstellen? Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht?

    Zugegeben: Meine Frage ist sehr schwammig formuliert und lässt viel Raum für Interpretationen und weitere Fragen. Was jedoch vor und hinter dem Gateway kreucht und fleucht, soll hier zunächst nicht weiter interessieren.

    Tommes

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

  • Vergleichen kann man alles. Bei Äpfeln und Birnen ist die Gemeinsamkeit Kernobst. ;)

    Ich habe, nach der Weihnachtspleite mit pfSense-Hardware zu einem Ubiquiti Cloud Gateway Ultra gegriffen und es nicht bereut. Alles was ich machen wollte, VLANS, Portseparierung, DMZ, Adblocker, funktioniert klaglos. Und da ich schon Switche und AP von der Firma habe, ist die Integration perfekt.

    Profile erleichtern die Arbeit ungemein, wenn man eine Änderung ausrollen muss. Das Regelwerk läßt sich in Zonen abbilden und/oder objektorientiert aufbauen.

    Meine Hardware


    • DXP6800PRO | 2 x CT16G48C40S5.M8A1 16 GB 4800 MHz | 3 x Seagate ST12000VN0008-2YS101 12TB | 3 x Samsung SSD 870 EVO 1TB | 4 x Samsung SSD 990 PRO 2TB

  • Vergleichen kann man alles.

    Deshalb habe ich meinen Vergleich auch selbst infrage gestellt und auf grundlegende Funktionen herunter gebrochen.

    Verstehe ich dich richtig, das das UniFi Gateway auch einen eigenen Adblocker mit an Bord hat? Auf der pfSense gibt es dafür den pfBlocker.

    Weißt du zufällig auch, wieviele WLAN SSIDs sich Max. einrichten lassen?

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

  • das UniFi Gateway auch einen eigenen Adblocker mit an Bord hat

    Ja, ich habe aber auch Adguard im Docker.

    Weißt du zufällig auch, wieviele WLAN SSIDs sich Max. einrichten lassen?

    4, ohne Mesh 8 bei den Unifi AP. Hängt ja von den APs ab.

    Meine Hardware


    • DXP6800PRO | 2 x CT16G48C40S5.M8A1 16 GB 4800 MHz | 3 x Seagate ST12000VN0008-2YS101 12TB | 3 x Samsung SSD 870 EVO 1TB | 4 x Samsung SSD 990 PRO 2TB

  • Hab vor ca. 6 Jahren angefangen auf Unifi umzusteigen und hatte davor auch immer eine Fritzbox. Der große Vorteil bei Unifi ist aus meiner Sicht die zentrale Verwaltung über die Controller Software "Unifi Network". Die Controller Software muss nicht permanent laufen (zwingend eigentlich nur bei Adoption neuer Geräte, Konfigurationsänderungen und Geräteupdates) und kann auch separat, etwa in einem Container, betrieben werden. Da ich aber eine UDM Pro nutze, auf der die Controller Software läuft, musste ich mir darüber nie Gedanken machen. Ich denke, es ist schon sehr vorteilhaft, dass der Controller dauerhaft läuft. Von daher würde ich mir immer einen Router kaufen, auf dem die Controller Software läuft. Weiß nicht, ob das bei dem Cloud Gateway Max der Fall ist.

    Jedenfalls stellst du ohne die Controller Software nichts ein. Die Geräte haben keine eigene Web-UI sondern werden ausschließlich über den Controller administriert. Das ist für Umsteiger vielleicht erstmal der größte Unterschied (allerdings einer den man sehr schnell zu schätzen lernt).

    Tja und du ahnst es sicherlich schon: das ganze ist darauf ausgelegt, dass man sämtliche zentrale Komponenten von Unifi hat, zumindest entfaltet sich dann erst das volle Potential. Wenn du VLANs konfigurierst, dann funktioniert das eigentlich nur dann richtig gut (weil Ubiquiti hier wohl auch einiges anders macht) wenn auch die Switche von Unfi sind. Dann konfiguriert man das einmalig und alle Geräte übernehmen die passende Konfiguration. Ebenso bei den Access Points: klar kann man auch markenfremde APs nutzen, aber die Einstellungen zentral einmal vornehmen, geht dann halt nicht. Auch sieht man logischerweise keinerlei Statistiken für Geräte anderer Marken. Probleme hatte ich aber bisher noch nicht, wenn ich hinter dem TV mal einen Nicht-Unifi-Switch verwendet hatte ... die Topologie-Ansicht kommt damit weitestgehend klar. Kurzum: wenn du den Weg einschlägst, bereite dich darauf vor, dass dann noch weitere Unifi-Geräte dazu kommen ;)

    -------
    DXP480T Plus, 2x32 GB Crucial DDR5 4800MHz, 4x4 TB Samsung 990 PRO NVMe,CyberPower USV OR650ERM1U mit RMCARD400

  • Das hört sich doch schon mal gut an. 4 SSIDs würden mir auch vollkommen ausreichen, da ich vermutlich Mesh zumindest ausprobieren möchte. Ich werde mich noch weiter ins Thema einlesen und Informationen sammeln. Auch muss ich noch mir Gedanken machen, welche UniFi Switche und Access Points ich in welcher Anzahl und Ausstattung noch benötigen würde und was das am Ende alles kostet.

    Trotzdem würde ich mich über weitere Meinungen und Erfahrungen mit UniFi freuen.


    Kanecaine Vielen Dank für deine wertvollen Informationen. Einer der Hauptgründe für einen Wechsel liegt u.a. darin, VLANs, vor allem aber WLAN SSIDs sinnvoll und geräteeffizient zu nutzen. Ich habe mein AVM-Universum in der Vergangenheit bereits mit Access Points von Netgear, TP-Link etc. versucht zu erweitern, da diese u.a. SSIDs anbieten. War aber irgendwie alles Käse. Ich erhoffe mir durch den Wechsel zu UniFi halt auch, mit weniger Geräten, einen größeren Nutzen zu erzielen und dabei auf eine einheitliche Konfiguration zurückgreifen zu können. Von daher ja… mir ist durchaus bewusst, das mein LAN nach dem Gateway erst anfängt. Wichtig ist mir nur, das davor meine FRITZ!Box 5590 inkl. der Eingangs erwähnten Komponenten unangetastet bleibt.

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

    Edited once, last by Tommes: Ein Beitrag von Tommes mit diesem Beitrag zusammengefügt. (February 16, 2026 at 9:07 PM).

  • Verwende ebenfalls Ubiquiti Cloud Gateway Ultra zusätzlich einen 2,5 GBit Accesspoint, einen 1 GBit pro Accesspoint, einen 16 x pro max poe Switch,sowie einen 8 x 2,5 Gbit Enterprise Switch und einen kleinen NVR.

    Günstig ist die Hardware sicher nicht, aber sie leistet echt viel und läuft sehr zuverlässig, auch Updates gibt es oft und sehr lange. Kann man bedenkenlos empfehlen, ist den etwas höheren Preis wert.

    zwischen zu früh und zu spät liegt stets der Augenblick

    -----------------------------------------

    NAS: 920+ | 20GB RAM | RAID5 Seagate IronWolf (Docker: Paperless NGX, Vaultwarden, Jdownloader, Grafana)
    NAS: XX | 64GB RAM | 2x1TB Lexar Raid1 | 2 x 4 TB + 2x 6TB Seagate IronWolf im Raid 1 (Aktuell im (Um)Lernmodus)

    Netzwerk: Ubiquiti Cloud Gateway Ultra, AC pro HD, U6 Enterprise, USW Pro Max 16, USW Enterprise 8 POE, UNVR;

    Hardware: StandPC, Laptops, iPads, iPhones; Intel NUC, Firestick,

  • Ich erhoffe mir durch den Wechsel zu UniFi halt auch, mit weniger Geräten, einen größeren Nutzen zu erzielen und dabei auf eine einheitliche Konfiguration zurückgreifen zu können.

    Unter diesen Gesichtspunkten wirst du mit Unifi vermutlich sehr glücklich werden. Wobei ... gibt es eigentlich Leute, die mit Ubiquiti generell unzufrieden sind? :/ Ach bestimmt :P

    -------
    DXP480T Plus, 2x32 GB Crucial DDR5 4800MHz, 4x4 TB Samsung 990 PRO NVMe,CyberPower USV OR650ERM1U mit RMCARD400

  • UniFi ist ein amerikanisches Unternehmen und der Präsident, der nicht genannt werden darf, macht auch schon mal sehr seltsame Dinge, die amerikanische Unternehmen behindern, was den Export von Gütern angeht. Das muss jeder selber entscheiden, ob er sich das antut.

    NAS: mehrere DXP-4800+ mit Raid 5, 4 Toshiba 22 TB (Btrfs) und Raid 1, 2 Samsung 990 Pro 4 TB (Btrfs), 64 GB RAM

    Clients/Server: Linux Mint 22.3, MX-Linux, Debian Trixie.

  • Das war ja eine zentrale Frage von mir, mir eure Meinungen und Erfahrungen mitzuteilen um abwägen zu können, wie gut oder schlecht das System am Ende ist.

    Ich werd wohl noch ein paar Nächte darüber schlafen und mir noch weiter den Kopf darüber zerbrechen müssen, bevor ich mich zu irgendetwas hinreißen lasse. Denn mein aktuelles Setup läuft ja, es lässt sich halt nur schwer erweitern, vor allem mit VLANs und Multi-SSIDs


    karl-heinz-lnxInteressante Aspekte, die sicherlich auch in meine Entscheidung einfließen werden. Mit welcher Gewichtung auch immer… schließlich hab ich auch ein NAS von UGREEN 😏

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

    Edited once, last by Tommes: Ein Beitrag von Tommes mit diesem Beitrag zusammengefügt. (February 16, 2026 at 9:22 PM).

  • Controller Software läuft. Weiß nicht, ob das bei dem Cloud Gateway Max der Fall ist.

    Hat er.

    Wenn du VLANs konfigurierst, dann funktioniert das eigentlich nur dann richtig gut (weil Ubiquiti hier wohl auch einiges anders macht) wenn auch die Switche von Unfi sind.

    Es funktioniert einfacher. Ich habe vorher die Switche über die Controller-SW konfiguriert und dann die Sophos entsprechend. So kann man das in einem Zug unter einer Oberfläche machen. Das ist schon hübsch.

    Bei Cyberport im Moment keine 100 €.

    Was mich zu Unifi gebracht hat, war die Abdeckung durch den AP, kein Vergleich zu einer FB, und dann die Möglichkeiten der Controller-SW.

    Meine Hardware


    • DXP6800PRO | 2 x CT16G48C40S5.M8A1 16 GB 4800 MHz | 3 x Seagate ST12000VN0008-2YS101 12TB | 3 x Samsung SSD 870 EVO 1TB | 4 x Samsung SSD 990 PRO 2TB

  • Wichtig ist mir nur, das davor meine FRITZ!Box 5590 inkl. der Eingangs erwähnten Komponenten unangetastet bleibt.

    Also meine Fritzbox betreibe ich mittlerweile als IP-Client hinter der UDM Pro, die direkt am ONT hängt. Die Fritte dient weiterhin als VOIP Basistation und übernimmt die Gegensprechfunktion mit der Türklingel. Das geht dann sicherlich auch mit deinen vorhanden Fritz-IoT-Geräten.

    -------
    DXP480T Plus, 2x32 GB Crucial DDR5 4800MHz, 4x4 TB Samsung 990 PRO NVMe,CyberPower USV OR650ERM1U mit RMCARD400

  • Hat er.

    Das hört sich doch gut an. Ich werde mich zusammen mit euren Input und meinen Gedanken nun ins Bett begeben (ich muss morgen früh raus) und schon mal eine Nacht drüber schlafen.

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

  • karl-heinz-lnxInteressante Aspekte, die sicherlich auch in meine Entscheidung einfließen werden. Mit welcher Gewichtung auch immer… schließlich hab ich auch ein NAS von UGREEN 😏

    Bei Ugreen kann man aber das Betriebssystem wechseln, was bei mir definitiv den Ausschlag für gegen andere NAS Hersteller gegeben hat, wo dies nicht möglich ist.

    Ob und wie das bei UniFi möglich ist, weiß ich nicht. Ich kenne die Software überhaupt nicht und weiß auch nicht unter welcher Lizenz sie angeboten wird. Mir scheint auch so, dass UniFi einige Dinge anbietet, die exklusiv zu sein scheinen, wenn ich hier die Pros so lese.

    NAS: mehrere DXP-4800+ mit Raid 5, 4 Toshiba 22 TB (Btrfs) und Raid 1, 2 Samsung 990 Pro 4 TB (Btrfs), 64 GB RAM

    Clients/Server: Linux Mint 22.3, MX-Linux, Debian Trixie.

  • Ob und wie das bei UniFi möglich ist, weiß ich nicht.

    Die Software ist der eigentliche USP (Alleinstellungsmerkmal) bei Unifi und unmittelbar an die Geräte aus eigenem Hause gekoppelt. Dass auf den Geräten irgend eine andere / freie Software installiert werden kann, habe ich noch nicht gehört.

    Mittlerweile hat Ubiquiti da auch ein sehr breites Ökosystem etabliert: neben dem ganzen Netzwerk-Kram werden inzwischen auch Lösungen angeboten für Zutrittskontrolle, Überwachungskameras + NVRs, VOIP bis hin zu Wallboxen, Digital Signage, Audio-Streaming und IoT. Hab bestimmt noch was vergessen. Und alles vereint unter dem Dach einer einheitlichen Software, die sich mit entsprechenden Apps (aus eigenem Hause) um die Funktionalitäten der genannten Lösungen erweitern lässt.

    A propos "einheitliche Software": die ändert sich übrigens gern mal. Wer schon ne Weile dabei ist, könnte meinen, bei Ubiquiti ist mehr als einmal im Jahr Ostern, weil zuvor bekannte Funktionen plötzlich woanders verortet sind und gefunden werden wollen. Oder man ändert zum x-ten Mal einfach so die UI, ohne erkennbaren Grund, nur damit es anders ist.

    Doch zurück zum Thema: ich sehe Ubiquiti ähnlich wie Apple: schönes Ökosystem aus Soft- und Hardware (allein das Auspacken!), aber am Ende ein goldener Käfig. Immerhin ist man bei Unifi (wie es bei den anderen Produktlinien aussieht, weiß ich nicht) nicht von einer Cloud abhängig. Und mir ist nicht bekannt dass irgendwas bewusst kastriert wird und laufende Kosten aufgrund von Abos gibt es (zumindest bei dem was ich nutze und kenne) nicht.

    -------
    DXP480T Plus, 2x32 GB Crucial DDR5 4800MHz, 4x4 TB Samsung 990 PRO NVMe,CyberPower USV OR650ERM1U mit RMCARD400

  • Guten Morgen,

    ich habe seit vielen Jahren Accesspoints von Unifi im Einsatz und war damit immer mehr als zufrieden. Die Teile verrichten Ihren Dienst und das sehr zuverlässig.

    Seit ca. einer Woche habe ich eine UDM SE und bin nach anfänglichen Rückschlägen mittlerweile zufrieden. Leider bildet Unifi noch nicht alles ganz so sauber ab. Folgende Dinge sind mir aufgefallen, die ich einfach mal in den Raum stelle:

    • Die IPv6 Integration ist noch etwas unsauber. Grundsätzlich funktioniert es, aber vieles fühlt sich halb integriert an. Teilweise wird IPv4 klar bevorzugt, und bei bestimmten Features muss man manuell nacharbeiten.
    • Wireguard Site2Site gibt es noch nicht. Man kann sich behelfen:
      --> Als WG-Client, z. B. gegen einen VPS mit statischer IPv4/IPv6. Klingt gut, aber das Routing sauber hinzubekommen ist nicht so einfach. In meinem Setup lief der Tunnel, aber die Netze hinter der UDM wurden nicht korrekt geroutet.
      --> Als WG-Server funktioniert es stabil. Mehrere Remote-Netze lassen sich definieren, Routing klappt sauber. Nachteil: Der entfernte Standort muss aktiv einwählen, und das eben auf eine dynamische IP.
    • Eine Einwahl in einen WG-Server direkt per IPv6 klappt technisch. Allerdings muss man die Firewall-Regel selbst anlegen, da die Oberfläche nur IPv4 anbietet bzw. priorisiert. Funktioniert am Ende, aber eben nicht konsistent umgesetzt.
    • DynDNS-Updates per eigener "Update-URL" funktionieren nicht. Ich nutze aktuell zwei getrennte Einträge bei IPv64.net, einen für v4 und einen für v6. Damit geht es, ist aber eher Workaround als Lösung. Wer seine Firewall künftig über IPv6 erreichbar machen will, etwa wegen CGNAT am Glasfaseranschluss ist hier noch etwas auf Basteln und probieren angewiesen. Dabei merkt man dann auch, dass die UDM keine DNS-Updates anstößt, wenn man Diensteinträge editert. Dabei hat mir der Konsolenbefehl /usr/sbin/inadyn -n -1 --force -f /run/ddns-ppp0-inadyn.conf geholfen, welcher ein DynDNS-Update erzwingt.
    • Gerade bei klassischen DSL-Anschlüssen fehlt eine eingebaute Zwangstrennungs-Funktion. Lässt sich per Cronjob nachts lösen, aber auch das ist wieder Bastelarbeit. Keine Ahnung ob es Updates überlebt. Ist halt eher so ein deutsches Thema.

    Seit 4-5 Tagen habe ich einen stabilen Betrieb und alles umgesetzt bekommen, wie ich es mir gewünscht habe. Ich bin mit der Hardware echt zufrieden und hoffe (vielleicht nicht so arg wie bei UGOS) auf weitere Features mit kommenden Updates. :)


    PS: Dieses WL-Forum hat mir ebenfalls geholfen: https://ubiquiti-networks-forum.de

  • Nach meiner Erfahrung laufen Ubiquiti UniFi "Produkte" sehr gut, nur ganz neue Geräte (z.b. Access Points mit Wifi 7) reifen beim Enduser/Kunden.

    DXP4800Plus , 2x WD RED SN700 NVME , 2 x WD RED SA 500 Sata-SDD, 2x SanDisk Ultra 3D Sata-SSD , 64GB RAM Kingston

    Backup DS218+ , 16GB Ram, 2x WD SA 500 Sata-SSD, 2x2,5 Gbit Ugreen USB Lan und Erweiterung DX213 mit 2x Ironwolf (die letzten HDD´s im Einsatz)

    MacMiniM4 Pro mit 10Gbit Lan

  • Meine Erfahrung mit Unifi sind durchweg positiv. Ich habe mittlerweile meine kpl. Installation auf Unifi aufgesetzt. Von der UDM Pro über 3x Switche und zwei Access Points Wifi 7. Bei mir laufen die Access Points absolut stabil. Ich merke nichts davon das die beim Endkunden „reifen“. Aber vielleicht bin ich auch nicht so anspruchsvoll. Ich nutze den Add Blocker , die Firewall, Vlan, VPN (mit einem Klick über die App), 3 x SSID und NORD VPN für ausgewählte Clients. Außerdem blocke ich meine IP Kameras damit sie nicht nach Hause „telefonieren“. Ich hoffe ich hab nichts vergessen. Also ich bin absolut zufrieden. Auch wenn Unifi nicht „billig“ ist.

    DXP4800+, Backup auf DS218j, NVR: NX Witness und 6x Dahua IP Cam, VM Win11 + Homeassitant, Docker mit 10 Stacks

  • Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte. Der Bericht von Mike0185 lässt mich schon ein wenig aufhorchen, zumal ich mich nicht mit irgendwelchen halb garen Worksrounds und Bastellösungen herumschlagen möchte. Das hatte ich in der Vergangenheit schon zu genüge. Ich nutze auch den Dienst von IPv64 sowie die DNS-Challenge für das Let’s Encrypt Zertifikat und verwalte beides über die pfsense. Hier könnte wohl zu Problemen kommen.

    IPv6 schwingt bei mir immer irgendwie mit, habe mich damit aber noch nicht weiter auseinandergesetzt. Jedoch würde ich bei einem Wechsel schon erwarten, das UniFi das nativ unterstützt.

    A propos "einheitliche Software": die ändert sich übrigens gern mal.

    Stillstand ist zwar bekanntlich der Tod, würde aber eine gewisse Beständigkeit schon wünschen.

    UniFi Systeme sind sicherlich ganz weit vorne, aber eben auch nicht frei von Fehlern und Problemen. Aber genau das wollte ich mit diesem Thread ja erreichen… auch die Schattenseiten ein wenig zu beleuchten.

    FRITZ!Box 5590 Fiber | UniFi Express 7 | 2,5-GBit-LAN & Wi-Fi 7
    DXP4800 Pro - 1TB Crucial P310 NVMe RAID1 - 2TB Crucial MX500 SSD RAID1 - 16 GB Crucial CT16G56C46S5 (5600Mhz)
    DS224+ 3TB WD Red HDD RAID1 18GB Ram | DS124 1TB Samsung 870 EVO SSD
    Linux Mint | Ubuntu-Server | Windows | iOS | iPadOS
    UGREEN.FORUM/Filebase | Synology-forum/Add-ons | GitHub.com/toafez

  • Ich bin auch Team UniFi und Gateway Ultra.

    Bin hier vielleicht kein Benchmark als n00b, aber ich finds genial.
    WireGuard VPN a Board und den nutze ich auch.

    VLAN und Firewall rules sehr einfach grafisch möglich

    Die Auswertung des Datenverkehrs finde ich auch sehr gut.

    Seit dem einrichten keine Probleme , habe aber aktuell nur einen AP U6+ am laufen.

    Etwas schade finde ich, dass es keine LANoverSteckdose gibt.

    Könnte ich gebrauchen. Habe hier noch ein Gerät was aber den Systembruch zum Keller/Gästezimmer darstellt. Klar kann ich da jetzt noch nen AP ran packen aber irgendwie wärs cool wenn ich da direkt einen kleinen von UniFi in die Steckdose knallen könnt

    Meine Hardware


    DXP4800 + | 1x 32GB Crucial DDR5 RAM 32GB 5600MHz (CT32G56C46S5) | 2x 8TB Ironwolf@5400rpm | 2x 2TB Samsung 990 EVO
    • UGREEN 120W USV US3000

    • UniFi Cloud Gateway Ultra | UniFi Access Point U6+

Participate now!

Join our community with over 10,000 members!

Register yourself now for free to get full access to all content, graphics, downloads and other exclusive features!