DXP2800 mit kleiner NVME-SSD

  • Hallo zusammen,

    meine (geplante) Grundkonstellation ist DXP2800 + 2 x 8 TB in RAID1, Nutzung im Wesentlichen zur Datensicherung im Kontext einer 3-2-1-Backupstruktur und als (lokalen) Medienserver. Keine besonderen Performanceanforderungen oder sonstige aktive Nutzung geplant (Singleuser).

    Was ich nun überlege ist, ob es eine sinnvolle Idee ist, eine einzelne kleine NVME (z.B. 256 GB, die Netac NV3000 wäre für 36 € fast geschenkt) zu ergänzen, nur für Apps und Container, um die HDDs zu entlasten und deren Geräusche merklich zu reduzieren. Ist das realistisch oder ist der Effekt nur marginal?

    Ich habe schon ähnliche Empfehlungen hier gelesen, aber dann meist mit Kapazitäten im TB-Bereich und/oder 2 NVMEs in RAID1. Aber braucht man das wirklich, wenn hier bei einem Ausfall der SSD keine entscheidenden Daten verloren gehen können, weil man nur die Apps neu installieren muss? Und selbst ein vorübergehend eingeschränkter Zugriff auf die Daten der HDDs wäre kein Problem, weil diese ja nur eine Sicherung darstellen und auch für den Medienserver noch Alternativen (z.B. auf dem PC) bereitstehen.

    DXP2800 (8 GB RAM) - 1 NVMe-SSD: Netac NV3000 (250 GB, Btrfs) - 2x 8 TB HDD: WD Red Plus WD80EFPX (RAID 1, Btrfs)

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  • Ist das realistisch oder ist der Effekt nur marginal?................

    Ich habe schon ähnliche Empfehlungen hier gelesen, aber dann meist mit Kapazitäten im TB-Bereich und/oder 2 NVMEs in RAID1.........

    Aber braucht man das wirklich, wenn hier bei einem Ausfall der SSD keine entscheidenden Daten verloren gehen können


    zu 1. Ja

    zu 2. ich würde die NVMEs nicht zu klein ansetzen, da je größer die MVME ist, desto höher ist auch der TBW Wert (gibt an, wieviel Daten auf eine SSD oder NVMe gemessen auf ihre Lebensdauer geschrieben werden kann) 500GB würde ich in jedem Fall nehmen. Ich habe aktuell in meiner DXP2800 nur 250GB eingebaut, aber nur weil ich sie herumliegen hatte. Aber da ist das bereits zu erkennen.

    zu 3.

    Auch Apps müssen wieder eingerichtet werden. Sobald Docker und VMM im Spiel ist, wäre das auch alles futsch. Meist ist es so, daß wenn eine NVME abkippt, (passiert gern u. oft nach einem Firmware Update) kann das Raid mit ein paar klicks Repariert werden. Allein der Aufwand alles neu zu installieren steht in meinen Augen in keinem Verhältnis. Von regelmäßigen Backup mal ganz abgesehen.

    Beim Kauf der NVMEs, RAM und HDDs würde ich mich unbedingt an die Kompatibilitätsliste und oder auch an die Forneeigene Kompatibilitätsliste (Basiert auf User Erfahrungen) halten. Die DXP ist da etwas empfindlich. Bei der DXP2800 gibt es insbesondere Propleme mit den WD RedPlus .......EFPX HDDs Probleme, hier sind derzeit Seagate HDDs nicht betroffen und laufen Problemlos.

    Meine Hardware

    DXP4800+ 2x8TB WDRedPl Btrfs Raid1 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1, 64GB RAM Kingst. KVR48S40BD8-32 DDR5/4800MH

    DXP2800 1x 12TB Seag. 1x 12TB WDRedPl, Raid1 Btrfs 16GB RAM Crucial CT16G56C46S5.C8B2, 2x NVME Samsg,

    DS1525+ 2x8TB WD, Btrfs SHR, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1. 40GB ECC RAM_Speicher.de

    DS920+ DSM 7.3.2 Btrfs Raid1 2x8TB WD, 2x2TB NVME Samsg. 970 EVOPlus, RAM 20GB DDR4-2666MHZ Speicher.de

    USV UGREEN US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Switch Zyxel GS1200-8 1GB, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB

  • Bei der DXP2800 gibt es insbesondere Propleme mit den WD RedPlus .......EFPX HDDs Probleme, hier sind derzeit Seagate HDDs nicht betroffen und laufen Problemlos.

    ;)  igomyway

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  • Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen!

    zu 1. (eineb): Ja realistisch oder ja marginal?

    zu 2: NVMe nicht zu klein ist sicher richtig. Aber nach Empfehlungen verschiedener Quellen schien mir 256 GB schon ein passender Kompromiss mit ausreichend Puffer, wenn man außer ein paar Apps für Daten- und Systemverwaltung und Docker nur für einen Mediaserver (plex, jellyfin oder emby) darauf laufen lassen will - aber ich kann mich natürlich irren. Ich hätte eher so gerechnet, dass, falls ich zukünftig wider Erwarten doch noch umfangreichere Nutzung planen sollte, ich den deutlichen Preissprung für größere SSDs bei erkanntem Bedarf gerne in Kauf nehme und die minimale Initialinvestition nicht weiter ins Gewicht fällt.

    zu 3.: Vielleicht schätze ich das falsch ein, aber den Installationsaufwand für Apps und Docker/Container hätte ich jetzt nicht für ausschlaggebend gehalten, vor allem wenn man auch die Konfiguration zur Wiederherstellung separat sichert und dokumentiert. Auch das Ausfallrisiko hätte ich eher gering eingeschätzt: auch auf dem PC laufen die auf der SSD installierten Programme ja "ewig" ohne entsprechende Probleme - oder ist das nicht vergleichbar?

    Meine Rechnung: 36 € für einen realen Nutzen ist immer drin, die zweiten 36 € wären dann nur zur Ausfallsicherheit, um gegebenenfalls einen überschaubaren Aufwand zu vermeiden. Und bei größeren SSDs wäre man (paarweise) direkt im dreistelligen Bereich, der erst mal begründet sein sollte. Insofern überzeugt mich die Empfehlung zwar vom Prinzip her, aber noch nicht quantitativ. (Soll keine Kritik sein!)

    Und weil ihr das Kompatibiltätsthema schon ansprecht: Die Netac-SSD steht ja in der Liste, weshalb ich sie auch ins Auge gefasst habe. Das NAS habe ich bereits Ende November zusammen mit den WD-HDDs zum Schnäppchenpreis geordert. Nachdem ich auch Betroffener des inzwischen wohl klassischen Problems mit WD in Slot 2 bin, habe ich die gesamte hier auch zitierte Diskussion zum Thema durchgelesen und überlege seither, ob ich sie gegen die Seagate tausche (ich bin noch in der Widerrufsfrist und könnte alles rückgängig machen). Das einzige Problem ist, dass die Preise in den 6 Wochen so gestiegen sind, dass ich ca. 100 € für den Wechsel draufzahlen müsste. Ist es das wert, wo die WD ja prinzipiell auch funktionieren? (Ist mehr eine rhethorische Frage.)

    DXP2800 (8 GB RAM) - 1 NVMe-SSD: Netac NV3000 (250 GB, Btrfs) - 2x 8 TB HDD: WD Red Plus WD80EFPX (RAID 1, Btrfs)

  • Oh sorry,

    zu 1.

    in meinen Augen realistisch, (ich habe in meinen Synology DS und UGREEN DXP NVMEs aus diesen Gründen verbaut. zudem das der einzige Weg ist die HDDs der DXPs auch in den Ruhemodus (Sleepmodus) zu bringen. Bei Synology funktioniert das ja leider so gut wie garnicht sobald bestimmte Apps installiert sind. Allein deshalb lohnt es sich schon bei den DXPs.

    Ok, das mit der Größe mußt Du selbst abschätzen, aber sobald eine VM ins Spiel kommt wirds je nach VM evtl. kritisch.

    Was man bei gößeren NVMEs natürlich auch machen kann, dort die Fotos speichern, das bringt hier natürlich deutliche Vorteile beim Bearbeiten und auch betrachten.

    Die Netac-SSD steht ja in der Liste

    Das ist, Ok, ich habe nicht aktuell nachgelesen.

    Auch das Ausfallrisiko hätte ich eher gering eingeschätzt:

    Ja, leider ist da vorallem auch die DXP2800 so ein Kandidat, wo gern die NVME oder das Raid das Raid abkippt. Man liest das halt immer wieder hier im Forum. Aber es gibt auch User die eher Profihaftes Wissen haben und nur eine NVME einsetzen. Ich bin da jemand der da den Installationstrouble scheut und hier eher vorbeuge. Ich verwende deshalb lieber ein Raid 1 mit gößeren HDDs ein als ein Raid5 mit mehreren kleinen. Die Geschwindigkeit des Raids ist da für mich Sekundär.

    Das mit den HDDs ist natürlich schade. Ich muß zugeben ich kann den Schweregrad de ....EFPX Problems nicht bewerten. Laufen tun sie ja trotzdem. Die meisten haben die WD...EFPX verkauft / ausgetauscht gegen Seagates. Ja, das mit den aktuellen Preisen ist furchtbar geworden.

    Ich bin da sehr froh und habe da in allem was ich so in letzter Zeit gekauft habe gerade noch rechtzeitig gekauft.

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  • Vielen Dank, das hilft mir enorm bei der Entscheidung!:thumbup:

    VM oder Fotos als erweiterten Einsatz für SSD habe ich zwar als Option im Hinterkopf, aber auf absehbare Zeit als nicht interessant zurückgestellt. Auch Bearbeitung würde ich im Zweifelsfall immer mit dem PC machen und erst das Ergebnis über Synchronisation oder Backup aufs NAS spiegeln.

    Im Grunde betrachte ich das NAS als einen von mindestens 3 Sicherheitsspeichern im Rahmen des 3-2-1-Backups, das einfach meine bisherigen USB-Festplatten zum Backup mit bequemerer Verwaltung ablöst und zusätzlich den Luxus des Medienstreamings bietet, während der PC schlafen kann. Von daher könnte man sogar überlegen, ob man überhaupt die Hälfte der HDDs für RAID1 opfern soll, wo doch genügend Backups existieren, aber den "Luxus" gönne ich mir erstmal - zumindest für die Daten.

    Weil du RAID5 erwähnst: DXP4800 (ohne Plus) hatte ich als Alternative auch überlegt, um dort mit 2 oder 3 eventuell kleineren HDDs zu starten und dann flexibler bei geringerer Speicherredundanz erweitern zu können. Aber der Mehrpreis des NAS + höherem Stromverbrauch schien mir das nicht wert zu sein.

    Ich werde dann wohl mit der kleinen SSD beginnen. Aufstocken kann ich ja immer noch, wenn ich den Bedarf erkenne. Bleibt nur noch das HDD-Austausch-Dilemma...:(

    DXP2800 (8 GB RAM) - 1 NVMe-SSD: Netac NV3000 (250 GB, Btrfs) - 2x 8 TB HDD: WD Red Plus WD80EFPX (RAID 1, Btrfs)

  • Von daher könnte man sogar überlegen, ob man überhaupt die Hälfte der HDDs für RAID1 opfern soll, wo doch genügend Backups existieren, aber den "Luxus" gönne ich mir erstmal - zumindest für die Daten.

    Vielen Dank, das hilft mir enorm bei der Entscheidung! :thumbup:

    Das freut mich für Dich :)


    Siehst Du, in Sachen Backup und Raid, hier bin ich wieder ganz anderst unterwegs, :D

    Ein Backup ist nur ein Backup, nachdem ich hier auch 3-2-1 beherzige, kann ich hier gut auf ein Raid verzichten, ich hatte sogar eine gute Zeit hierfür ein Raid 0 im Einsatz um die kleineren HDDs noch sinnvoll zu nutzen.

    Ich mache auf ein zweites NAS ein Versioniertes Backup und auf HDD ein Klartext Backup.

    Zudem, wenn ein Backup mal aussteigt, es gibt da immer noch das Zweite Backup und das Original.

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  • Auch wenn hier schon einiges dazu gesagt wurde, kann ich nur von mir aus sprechen und ich hab genau ein RAID 1 mit 2x 256GB NVME drin für die ganzen UGREEN Apps, Docker und VM. Dabei hab ich aktuell ganze 30% belegt.
    Ich bin aber auch nicht der Hardcore User der jeden Tag an einer anderen VM oder im Docker rumspielt.

    Die eigentlichen Daten liegen bei mir dann wiederum auf einem RAID 1 mit normalen Seagate Ironwolf Platten.


    Und ja mir die NVMEs mit 256 GB aus, heißt für mich bei meinem nutzen wäre alle größeren NVMEs reine Geldverschwendung.

    DXP2800 - 8GB RAM, NVME RAID1: 2x SKhynix BC501 HFM256GDJTNG-8310A, HDD RAID1: 2x Seagate Ironwolf ST6000VN006

  • Ein Backup ist nur ein Backup, nachdem ich hier auch 3-2-1 beherzige, kann ich hier gut auf ein Raid verzichten,

    Genau die Option halte ich mir auch noch offen, dass ich bei begrenzten Slots und erhöhtem Bedarf an Backupspeicher nicht die HDDs durch größere ersetzen muss, sondern eventuell das RAID auflöse, weil genügend Backups zur Verfügung stehen. Das wird aber mindestens einige Jahre dauern. Erstmal werde ich in aller Ruhe die Verteilung zwischen PC, NAS, Cloud und USB-Festplatten neu organisieren. Wer weiß, welche grundsätzliche Optionen sich in 5-10 Jahren anbieten, die heute noch gar nicht abschätzbar sind...


    MotteX: Super! Das bestätigt ja meine Einschätzung und das auch noch mit konkreten Zahlen!:thumbup:

    DXP2800 (8 GB RAM) - 1 NVMe-SSD: Netac NV3000 (250 GB, Btrfs) - 2x 8 TB HDD: WD Red Plus WD80EFPX (RAID 1, Btrfs)

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