Guten Morgen
Auf die Gefahr hin, mich vollends zu blamieren habe ich trotzdem mal meine aktuellen Gedanken hinsichtlich UGREN NAS in einen nicht enden wollenden Text gepackt. Nicht weil ich glaube, dass diese wirklich jemanden interessieren ... aber wie sagte kürzlich ein Einheimischer im Norden von DE zu mir: "Watt mutt dat mutt".
Ich muss sagen, die Zeilen die ich hier die letzten Tage so mitlese (in verschiedenen Beiträgen) erwecken in mir eine gewisse Unsicherheit, ob ich die DXP4800+ tatsächlich nur als Bastelwiese denn als produktives NAS in einem Privathaushalt mit einer Handvoll Usern einsetzen kann. Das war eigentlich nicht der Plan - also die Bastelwiese.
Mein Anforderungen sind eher bescheiden. Es geht im wesentlichen darum, Dokumente (PDF, Tabellen, Texte) zu erstellen, diese zu verwalten, und mittels einer adäquaten Backup-Strategie (4-3-2-1) sicher zu lagern. Es laufen zudem ein paar Docker-Container, die Fotos werden vom Smartphone hochgeladen. Auch die Datenmengen sind eher gering. Produktiv sind es inkl. Foto-Archiv um die 1TB.
Angefangen vor über 10 Jahren mit einer DS415+ habe ich mich über die Jahre mit Synology angefreundet. Bin auch in der Lage etwas speziellere Anforderungen damit umzusetzen. Habe mir auch ein gewisses Know how in diversen NAS bezogenen Themen aufgebaut und war mehrfach auch schon in der Lage im parallelen Forum einfachere Hilfestellungen abzugeben.
Die in den letzten Wochen/Monaten aufgetauchten und zu berechtigter Kritik führende Anpassungen der Firmenstrategie von Synology habe ich selbstverständlich auch mitbekommen. Aber unter dem Strich ist meine Synology gut eingerichtet und macht was sie soll fehlerfrei und zuverlässig.
Der Grund für den Kauf der DXP ist einerseits das Interesse, mal ein anderes (Betriebs)-System kennen zu lernen aber auch und nicht zuletzt um die „sagenumwobene“ und überall in den Himmel gelobte Performance am eigenen Leib - also am NAS - zu spüren. Und das tut man - in verschiedenen Bereichen.
Allerdings: Ich wollte aber schon ein NAS, in das ich meine Daten vertrauensvoll legen kann. Ich gebe zu, dass ich nicht alles was hier geschrieben wurde zu 100% verstanden habe und nachvollziehen kann.
Aber unter dem Strich bleibt bei mir hängen, dass UGOS momentan nicht fertig ist und, dass ich nach jedem Update die Befürchtung haben muss, meine Daten zu verlieren oder gewisse eingerichtete Dinge (Container, Backups, Scripts etc.) nicht mehr oder fehlerhaft funktionieren.
Auch die Roadmap, die Mike0185 vor kurzem in verdankenswerterweise veröffentlicht hat, geht für mich nur teilweise in die richtige Richtung.
Aktuell bin ich (noch) daran, die Daten, Docker, Backup-Strategie etc. von der DS923+ so gut wie möglich und mit einigem Aufwand auf die DXP4800+ zu migrieren um in der Folge dann die DXP4800+ als produktive Maschine - und die DS923+ als Backup zu nutzen. Dass sich dieser Prozess über Jahre hinziehen soll - um mal etwas zu übertreiben - war nicht der Plan.
Mir ist schon klar, dass gewisse Dinge auf der DXP (noch) nicht vorhanden sind, hatte aber irgendwie das Vertrauen, dass das schon kommen wird.
Aber mit Blick auf die Roadmap der kommenden 12 Monate und einigen Beiträgen in diesem Forum hat diese Vertrauen mittlerweile schon einen Knacks bekommen und ich bin nicht mehr so voller Überzeugung - ob ich meinen Plan, vollständig zu migrieren und produktiv auf UGREEN zu setzen (jetzt schon) umsetzen soll.
Und dennoch: Das was ich angepackt habe, hat auf der DXP funktioniert. Paperless ist um einiges schneller bei der Suche nach Dokumenten. Die Shell-Scrips via Cronicle - als Alternative für den Aufgabenplanter - funktionieren auch nach Tagen noch. Backup von Speicherpool zu Speicherpool oder auf die externe USB-SSD oder auf die Syno (rsync) laufen ebenfalls (Restore ausprobiert). Office Dokumente können erstellt und verwaltet werden. Neuerdings, was mich sehr erfreut sogar mit TAGS. Aber leider ohne Textinhaltsuche - was ich sehr kritisiere - denn auf der Homepage von Ugreen wird diese Funktion vollmundig angepriesen. Habe das in einem anderen Beitrag schon kritisiert.
Backups in die Cloud mache ich momentan nur via Syno, weil die 'Sync & Backup' noch keine Verschlüsselung hat. Ob ich alternativ Duplicati noch installieren werde weiss ich noch nicht.
Also alles gut: Nein nicht bei mir ... die Unsicherheit bleibt.
Wie macht ihr das? Setzt hier jemand voll auf UGREEN? Hat das bisherige NAS platt gemacht, verkauft, in den Schrank gestellt oder was auch immer damit gemacht?