Deprimierende Durchsatzraten. Ich brauche Meinungen. :)

  • Guten Morgen zusammen,

    im Grunde stehe ich vor den gleichen Datendurchsatz-Hürden wie RT-Schwabe, und vorab muss ich zugeben, dass ich keine Idee habe, wie du dein Problem lösen kannst. Ich fange mit einem neuen Thema an, weil ich nicht unverschämt deinen Beitrag kapern will. :)

    Seit gut einer Woche beschäftige ich mich mit dem Thema "Durchsatz". In den letzten Tagen kam ich nur auf enttäuschend bis deprimierende Ergebnisse. Dabei war es egal, ob ich große oder kleine Dateien oder eine Mischung aus beiden über die Leitung geschickt habe.

    Erst heute habe ich herausgefunden, dass es nicht an der 2800er liegt. Hier sind alle Bremsen gelöst, sogar an das Feintuning wurde ab Werk gedacht. Meine Box erreicht durchgehend 280 MByte/s in beiden Richtungen. Es gibt auch keinen Einbruch, wenn mehrere Datenströme gleichzeitig anliegen. Und es funktioniert auch über einen längeren Zeitraum, nahezu ohne Schwankungen.

    Sobald ich aber die Laborbedingungen verlasse, hat der Zauber ein Ende. Dasselbe Notebook aus der Teststellung, ein HP ProBook 470 G3, mit Linux Mint 22.2, kommt kaum über 40 MByte/s hinaus. Bei großen Dateien wohlgemerkt. Zum Einsatz kommt hier ein simples 'copy and paste', 'Relax and Recover (ReaR)', 'PIKA Datensicherung' und 'Save Desktop'.

    Datenübertragungen von Windows 11 auf das NAS sind deutlich besser. Es beginnt mit 120 bis 140 MByte/s und steigert sich dann bis auf 210 Mbyte/s in der Spitze. Trotzdem liegt der Durchschnitt bei mickrigen 100. Für 190 GB braucht es rund 30 Minuten. Immerhin schließt das den Service 'Dateikomprimierung' mit ein. Ich verwende hier 'Macrium Reflect' in der aktuellen Version und seltener 'Robocopy', das sich aber deutlich mehr Zeit lässt.

    Nachdem Austausch aller Kabel habe ich einen Regalmeter 'Tipps und Tricks und Hinweise und best practises' durchgelesen und umgesetzt. Ohne Erfolg. Sicher ist nur, dass der korrekte Treiber für meinen Netzwerkadapter installiert und im Kernel verdrahtet ist. Mittlerweile kann ich mount-options hoch- und runterbeten. Aber unabhängig davon, ob ich nun über CIFS oder NFS Daten übertrage, ob ich die Freigaben vorher einbinde oder nicht, es bleibt bei dem traurigen Ergebnis unter Linux.

    Meine Grenzen liegen bei der Analyse mit Wireshark oder ähnlichen Hilfsmitteln. Davon habe ich zu wenig Ahnung. Das heißt, bei Vorschlägen in dieser Richtung, brauche ich für eine Aufbereitung für Dummies oder vielleicht einen Link auf eine Seite, die in diesem Fall weiterhilft.

    Alle sind herzlich eingeladen, zum Miträtseln. :)

    Meine Hardware


    • DXP2800 | 1x 64 GB | 2x 6 TB Seagate ST6000VN006-2ZM186 | 2x 1 TB Kingston SNV3S1000G

  • Krallt euch in der Sitzgruppe fest! :) Ich habe eine vielversprechende Stellschraube gefunden, an der ich drehen kann. Und das habe ich auch schon gemacht. :) Unter Windows 11 ist der durchschnittliche Durchsatz für 190 GByte komprimierte Daten um über 12% gestiegen. Und ja, das sind Welten. Der Peak-Wert lag bei 282 Mbyte/Sek.

    Eine große ISO-Datei, 8,5GB, war in ein bisschen über 30 Sekunden rüber kopiert. Allerdings in Berg- und Talfahrt, quasi in drei Stücken. Aber kein Abriss. Das Ergebnis ist fehlerfrei. Robocopy. Meine Fresse, das Tool gibt es schon seit Windows NT 4.0: 1,93 GBit/Sek.

    Um dahin zu kommen, musste ich lediglich eine Admin-Eingabeaufforderung starten und den Befehl

    Code
    netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled 

    und gleich danach

    Code
    netsh interface tcp set global autotuninglevel=normal

    absetzen. Der zweite Befehl stellt die Standardeinstellung auf einem Windows 11-Rechner wieder her. Im Grunde habe ich damit programmtechnisch den Staub vom TCP-Stack gewischt. Das war es schon. Und das kann jeder!

    Jetzt suche ich mir das Äquivalent dazu für die Linux-Umgebung. Sobald ich das habe, schaue ich mir die dazu gehörenden Einstellungen auf dem NAS an. Die scheinen ja grundsätzlich in Ordnung zu sein. Und genau diese Einstellungen werde ich auf mein ProBook übertragen. Mal schauen, ob ich das alte Hündchen doch noch ans Arbeiten bekomme. :)

    Momentan ist es nur (m)ein Konzept. Das werde ich eine Woche im Auge behalten und dann schaue ich weiter.

    Meine Hardware


    • DXP2800 | 1x 64 GB | 2x 6 TB Seagate ST6000VN006-2ZM186 | 2x 1 TB Kingston SNV3S1000G

  • Das HP ProBook ist von 2015. Es ist mit Windows 7 auf die Welt gekommen. Eine Windows 10-Lizenz war damals im Kaufpreis enthalten. Als der Support für W10 das erste Mal im Oktober 2024 gekündigt wurde, bin ich auf Linux umgestiegen...

    Bähm! Geschafft. 293,4 MByte/Sek. in der Spitze. Mit einem prähistorischen Notebook. Eine 10GByte-Datei vorher: 5 Minuten+. Nachher: 33,94 Sekunden. Das war die beste Messung aus 10 Versuchen.

    Dafür habe ich diese Seite durchgearbeitet. Und Rotkäppchen hat geholfen. :)

    Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Backuplösung, die für Netzwerke optimiert ist. UrBackup taugt hoffentlich was.

    Schön, dass wir darüber geredet haben. Vielleicht kann ein Admin ein "Erledigt" in die Titel einbauen. Danke :)

    DerFalk Die MTU hat sich nicht geändert. 1500, wie erwartet.

    Meine Hardware


    • DXP2800 | 1x 64 GB | 2x 6 TB Seagate ST6000VN006-2ZM186 | 2x 1 TB Kingston SNV3S1000G

  • Noch ein Nachtrag. Ja, ich nerve. Und ich freu' mich wie ein Schnitzel. :)

    Es sieht so aus, als hätten die NVMEs doch eine spürbare Wirkung, wenn sie als Schreib-Cache eingebunden sind. Mein Notebook hat gerade seine Vollsicherung mit 'Relax and Recover' abgeschlossen und hat dabei die Daten mit einer Geschwindigkeit rübergedrückt, die über der Spezifikation von 2,5GBit liegt. Mehr als 330 MByte pro Sekunde.

    Meine Hardware


    • DXP2800 | 1x 64 GB | 2x 6 TB Seagate ST6000VN006-2ZM186 | 2x 1 TB Kingston SNV3S1000G

  • wenn sie als Schreib-Cache eingebunden sind.

    Hoffentlich hält die Freude ewig. Ich hätte die Priorität anders gesetzt.

    Alles Gute.

    Meine Hardware


    • DXP6800PRO | 2 x CT16G48C40S5.M8A1 16 GB 4800 MHz | 3 x Seagate ST12000VN0008-2YS101 12TB | 3 x Samsung SSD 870 EVO 1TB | 4 x Samsung SSD 990 PRO 2TB

  • Es sieht so aus, als hätten die NVMEs doch eine spürbare Wirkung, wenn sie als Schreib-Cache eingebunden sin

    Neben dem SSD Cache gibt es auch noch den RAM Speicher. Linux verwendet liebbend gern den RAM als Cache, welcher hier evtl. dazu gepackt wurde oder alles obernommen hat.

    Iin der Regel ist RAM vorteilhafter als wenn man einen Cache mit den NVMEs anlegt. Die sind als Volumen besser Geeignet, was die Performance des Systems betrifft.

    Meine Hardware

    iDX6011 Pro in Späh ^^

    DXP4800+ 2x8TB WDRedPl Btrfs Raid1 2x 2TB Lexar NM790 Raid1, 64GB RAM Kingst. KVR48S40BD8-32 DDR5/4800MH

    DXP2800 1x 12TB Seag. 1x 12TB WDRedPl, Raid1 Btrfs 16GB RAM Cruc. CT16G56C46S5.C8B2, 2x NVME Samsg,

    DS1525+ 2x8TB WD, Btrfs SHR, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1. 40GB ECC RAM_Speicher.de

    DS920+ DSM 7.3.2 Btrfs Raid1 2x8TB WD, 2x2TB Samsg. 970 EVOPlus, RAM 20GB DDR4-2666MHZ Speicher.de

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Switch Zyxel GS1200-8 1GB, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB

  • Danke alter Mann :) Wenn ich mir das nächste NAS kaufe, versuche ich es mit Prioritäten.

    Bis dahin werde ich meinen zweiten Oldtimer in die Neuzeit holen. Ein Desktop-Rechner von 2009. Auch mit LM 22.2. Die Flaschenhälse sind schon beseitigt. Jetzt hole ich das Ding für kleines Geld ins Netz.

    einebDu nimmst mir wirklich jede Freude an meinen handpolierten 50-EUR-Stäbchen. :) Und ich kann sagen, dass die Box von 64 GB Arbeitsspeicher während der Arbeit nur noch zwei übrig hat. Möglicherweise - ich muss das noch wissenschaftlich abhandeln - verwendet die Büchse das Zeug tatsächlich als Zwischenspeicher. :) Die M2-Platten lassen sich aber auch nicht bitten; sie springen mit *ja, na gut* niedrigen dreistelligen Schreibraten bei.

    Meine Hardware


    • DXP2800 | 1x 64 GB | 2x 6 TB Seagate ST6000VN006-2ZM186 | 2x 1 TB Kingston SNV3S1000G

  • Wenn ich mir das nächste NAS kaufe, versuche ich es mit Prioritäten.

    Hoffen wir, dass es nicht eher kommt.

    Terra Nova
    November 21, 2025 at 5:17 PM

    Übrigens, kein Einzelfall.

    Meine Hardware


    • DXP6800PRO | 2 x CT16G48C40S5.M8A1 16 GB 4800 MHz | 3 x Seagate ST12000VN0008-2YS101 12TB | 3 x Samsung SSD 870 EVO 1TB | 4 x Samsung SSD 990 PRO 2TB

  • Hier wird dir trotzdem keiner den Schreib-Cache empfehlen, da es meistens mit irrwitzigen Problemen endet.

    Aber das wirst du schon noch selbst herausfinden. ;)

    Geräteinformationen

    QNAP TS-670 Pro; QNAP TS-673A; DXP-4800+

    DS920+ wird entsorgt ;)

  • Übrigens, kein Einzelfall.

    Stimmt jetzt sind Es zwei von vielen, die DXP4800Plus ist so ziemlich die stabilste DXP schlechthin.

    Oft liegt es an nicht kompatibelen verbauten Speicher und RAM Elemente.

    Einzelfälle gibt es immer. Keiner weiß was auf diesen Geräten von demjenigen der Administriert alles gemacht wurde. Ich kenne hunderte Fälle von Synology, keiner hat etwas gemacht, und je länger man hineinbohrt desto realer kommt Diverses doch zum Vorschein.

    Auch das was ich hier schreiben ist keine Pauschalierung aber oft der Fall.

    Meine Hardware

    iDX6011 Pro in Späh ^^

    DXP4800+ 2x8TB WDRedPl Btrfs Raid1 2x 2TB Lexar NM790 Raid1, 64GB RAM Kingst. KVR48S40BD8-32 DDR5/4800MH

    DXP2800 1x 12TB Seag. 1x 12TB WDRedPl, Raid1 Btrfs 16GB RAM Cruc. CT16G56C46S5.C8B2, 2x NVME Samsg,

    DS1525+ 2x8TB WD, Btrfs SHR, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1. 40GB ECC RAM_Speicher.de

    DS920+ DSM 7.3.2 Btrfs Raid1 2x8TB WD, 2x2TB Samsg. 970 EVOPlus, RAM 20GB DDR4-2666MHZ Speicher.de

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Switch Zyxel GS1200-8 1GB, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB

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