Hallo,
ich habe mich vor ca. 2 Wochen relativ kurzfristig entschlossen meine etwa 8 Jahre alte Synology DS414j zu ersetzten.
Es war einfach zu langsam bei der Datenübertragung im LAN (1Gbit; limitiert durch Fritzbox) aber auch beim Download über z.B. jDownlader direkt auf das NAS konnte die Bandbreite des Internetanschlusses gar nicht ausgenutzt werden und das automatische entpacken nach dem download hat z.T. sehr lange gedauert.
Habe mich dann natürlich zunächst bei den aktuellen Modellen bei Synology umgeschaut um einen einfacheren Wechsel zu haben (einfach nur die alten Platten in die neue DS; gewohnte Oberfläche).
Vermutlich wäre es, ohne großartig zu vergleichen bzw. nach Alternativen zu schauen, die DS425+ geworden, da ich im Grunde ganz zufrieden mit der DS414j war.
Bin dann aber bei Geizhals auf einen Hinweis gestoßen, das es wohl eine Kompatibilitätsliste bzgl. der Platten gibt.
Daraufhin habe ich mal etwas genauer geschaut und bei Computerbase eine entsprechende News dazu gefunden und dachte mir "Was soll der Mist!? Ich will da die Platten einbauen, die ich will!"
Eine Migration von der DS414j wäre zwar möglich gewesen, aber was ist wenn man eine kaputt geht?
Synology hat zwar mittlerweile mit einem Update zurück gerudert (Vermutlich weil der Absatz eingebrochen ist bzw. die negative Kritik zu groß war), aber für mich war das Image von Synology damit schon nachhaltig geschädigt.
Also habe ich mal geschaut, was es sonst noch so gibt, in den Kommentaren unter der News bei Computerbase wurde u.a. Ugreen als Alternative genannt.
Habe dann also die Suchfilter bei Geizhals mal angepasst und auch genauer auf die verbaute HW geschaut und verglichen.
Dabei ist aufgefallen, das die Ugreen NAS beim gleichen Preis deutlich bessere HW verbaut hat, vergleichbare Geräte von Synology sind etwa 200€ teurer.
Die Entscheidung fiel dann auf das DXP4800, in der Plus Variante habe ich für mich keinen Mehrwert gesehen.
Also bestellt und gewartet, in der Zwischenzeit habe ich noch ein Backup der Daten auf der DS gemacht.
Umständlich über Netzwerk und einem eSATA Adapter an einem PC, eSATA weil der Adapter ansonsten nur USB2.0 gehabt hätte und es so direkt am NAS auch nicht schneller gegangen wäre.
Parallel habe ich mir noch einen anderen Adapter mit USB 3.2 bestellt, weil der Ugreen dafür ja Anschlüsse hat.
Mit dem Adapter konnte ich das Backup dann auch am USB 3.0 Anschluss an der DS etwas schneller machen (etwa 50MB/s statt vorher 10-20MB/s über Netzwerk eSATA).
Nach wenigen Tagen war dann das DXP4800 bei mir (aber das Backup lief noch, hehe).
Beim auspacken schon das erste "oha!", das Packaging und die Verarbeitungsqualität ist echt TOP, macht einen sehr hochwertigen Eindruck!
Die Werkzeuglose Befestigung der HDDs und das "Beladen" von vorn ist sehr schön, bei der DS musste man zum einen das Gehäuse aufschrauben und zum anderen auch die Platten mit den Einschüben verschrauben (die DS414j war aber meines Wissens nach auch ein Einsteigermodell).
Dann kam es endlich zum ersten Einschalten und Einrichten.
Das war recht unkompliziert. Während das RAID5 (4x 4TB) eingerichtet wurde habe ich mich mit der Benutzeroberfläche vertraut gemacht, ein paar Apps installiert und Einbindung im Netzwerk befasst, das hat alles mehr oder weniger gut geklappt (siehe meine ersten paar Beiträge hier im Forum).
Die deutlich bessere HW hat sich nicht nur in einer flüssigen Bedienung der Benutzeroberfläche, sondern auch in der Zeit, die zum einrichten des RAID benötigt wurde, deutlich bemerkbar gemacht.
Bei der DS414j hat die Einrichtung fast 2 Tage gedauert, nun war das ganze beinahe über Nacht erledigt.
Die nächste positive Überraschung kam dann, als die angefangen habe die gesicherten Daten über USB 3.2 einzuspielen, das lief dann mit etwa 100-150MB/s und war damit an einem Nachmittag erledigt.
Über die letzten Tage habe ich das Gerät nun ganz normal genutzt und es ist in allen Bereichen schneller z.T. deutlich.
- das hoch- und runterfahren dauert weniger als 1min (vorher durchaus 3-4min)
- Datenübertragung im LAN läuft jetzt am Limit der Fritzbox, da die nur einen 2,5Gbit Anschluss hat, die anderen sind 1Gbit
- Downloads über jDownloader reizten den 1Gbit Internetanschluss voll aus und auch das anschließende entpacken geht deutlich schneller
Klar diese Punkte wären alle auch mit einem aktuellen Gerät von Synology besser als mit dem alten NAS gewesen, aber der Sprung wäre nicht so deutlich gewesen.
Alles in allem war es eine gute Entscheidung und ich bin sicher, das ich die nächsten Jahre damit zufrieden sein werde.
Bin noch am überlegen zwei SSDs als Cache einzubauen, aber das wird vermutlich aktuell nicht viel bringen, da ja eher meine LAN Infrastruktur der limitierende Faktor ist.
Vielleicht ist die nächste Investition auch ein kleiner Switch und ein 2,5Gbit LAN Adapter (für den Alltags-PC, der nur einen 1GBit Anschluss hat) um alle Geräte im Netzwerk auf 2,5Gbit zu bekommen.
Danke wenn du bis hier her alles gelesen hast, guten Tag noch und schönes Wochenende. ![]()