Allgemeine Fragen als NAS-Einsteiger

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu in der NAS-Welt und habe ganz allgemeine Fragen, die vielleicht auch für andere Einsteiger relevant sein könnten.

    Ich habe mir die UGREEN NASync DXP2800 mit 2x 2TB HDD geholt (diese sind mit RAID1 drin) und habe alles eingerichtet und bin bisher ziemlich zufrieden. Ich verwende derzeit ein iPhone 15 Max Pro und ein altes MacBook Pro, das sich noch hält.

    Auch wenn ich versucht habe, mich in ein paar Sachen reinzulesen, bleiben doch einige Fragen offen:

    Mein Ziel ist einerseits Dateiverwaltung und andererseits Datenspeicher bzw. Backup für meine ganzen Dateien.

    Dateiverwaltung: Ich möchte auf meine Dokumente (Word-Dokumente, PDF-Dateien usw.) immer und überall zugreifen und bearbeiten können (sowohl vom Mac als auch vom iPhone). Ich habe bisher die Sync-Funktion von iCloud Drive verwendet. Nun möchte ich alles von der NAS aus machen. Ich habe jetzt mal einfach den NAS-Pfad in den Finder an die Seitenleiste gemacht und greife von dort aus auf meine Dateien zu und verwende die Sync-Lösung von Ugreen, sodass zwischen meiner lokalen Mac-Festplatte und der NAS immer gespiegelt wird. Macht ihr das auch so? Mit welchen Kopien sollte ich am einfachsten arbeiten? Mit denen auf der NAS oder mit denen auf der lokalen Festplatte meines Macs? Brauch ich hier eine SSD oder eine RAM-Erweiterung?

    Datenspeicher und Backup: Auch hier möchte ich immer und überall auf alles (auch Bilder und Videos) zugreifen können.

    1. Bilder: Bisher habe ich ca. im Jahresrhythmus einfach alle Bilder auf meinem iPhone aussortiert und auf eine externe Festplatte manuell übertragen und anschließend vom iPhone wieder gelöscht, um Speicher für die nächsten Bilder und Videos freizumachen. iCloud Fotos habe ich nicht benutzt. So würde ich eigentlich fortfahren wollen (außer ihr habt bessere Vorschläge). Wie sollte ich da nun am besten vorgehen? Reicht die Handy-/Fotosicherung von der iOS-App? Hier werden die "ausgeblendeten" Fotos auf dem iPhone nicht mitübertragen, oder? Ich lese hier immer wieder von Immich. Brauche ich das oder reicht die App von Ugreen? Muss ich mir dann eine SSD bzw. RAM-Erweiterung zusätzlich kaufen?

    2. Backup: Wie macht ihr das mit dem Backup? Ich habe bisher noch keinen Online-Dienst, wo ich alle Daten drauf habe. Soll ich hier Google Drive oder OneDrive kaufen und dann mit der NAS verbinden über die interne Ugreen-App? Wie ist das mit dem iPhone-Backup? Soll ich das noch über iCloud lassen oder kann ich darauf komplett verzichten?

    Ich freue mich über jeden Tipp.

  • Hallo und herzlich Willkommen Goodfella!

    Bei all dem, was du geschrieben hast, das Forum bietet dir genügend Lesestoff.

    Eine iCloud 1:1 abzubilden, wird mit dem NAS nicht gelingen. Entweder komplett mit Backup-Tools, wie iMazing oder du musst Apps, wie Kontakte, Kalender über Docker realisieren.

    UGREEN DXP2800 | UGOS 1.15.1.0127 - 16GB RAM - 2x Lexar NM790 1TB Btrfs RAID1 - 2x Seagate IronWolf 4TB Btrfs RAID1
    Raspberry Pi 4B/4 | DietPi 10.2.3 (Trixie) - AGH - NPM - Unbound
     MacBook Air M4 | macOS 26.4.1 |  mobile devices only | FRITZ!Box 7690 (OS 8.22) | Eaton Ellipse ECO 650 DIN USB USV

  • Ich bin kein MAC User von daher kann ich Deine fragen jedenfalls nicht unbedingt gut beantworten. Aber insgesammt, einen Tip möchte ich Dir mitgeben. Es gibt hier im Forum unterschiedliche Foren wo das eine oder andere rein sollte. Hinzu kommt, daß kürzere Fragen erfahrungsgemäß lieber beantwortet werden, denn oft muß man schon zu einzelnem viel antworten.;)

    Meine Hardware

    iDX6011 Pro in Späh ^^

    DXP4800+ 2x8TB WDRedPl Btrfs Raid1 2x 2TB Lexar NM790 Raid1, 64GB RAM Kingst. KVR48S40BD8-32 DDR5/4800MH

    DXP2800 1x 12TB Seag. 1x 12TB WDRedPl, Raid1 Btrfs 16GB RAM Cruc. CT16G56C46S5.C8B2, 2x NVME Samsg,

    DS1525+ 2x8TB WD, Btrfs SHR, 2x 2TB NVME Lexar NM790 Raid1. 40GB ECC RAM_Speicher.de

    DS920+ DSM 7.3.2 Btrfs Raid1 2x8TB WD, 2x2TB Samsg. 970 EVOPlus, RAM 20GB DDR4-2666MHZ Speicher.de

    USV US3000, EatonEllip.PRO 850DIN, Switch Zyxel GS1200-8 1GB, Zyxel XMG-108 8 x 2,5GB

  • Meine Meinung: sobald die Anforderung hinzukommt, dass du alles (Synchronisierung von Dateien, Fotos anschauen, Backup) auch außerhalb deines lokalen Netzwerks machen möchtest, kommt eine ganz neue Herausforderung hinzu was einerseits die technischen Voraussetzungen betrifft und andererseits aber auch das ganze so aufzusetzen, dass es einigermaßen sicher und komfortabel zugleich ist.

    Objektiv betrachtet: wenn du im Apple-Ökosystem bist, hast du das alles über die iCloud ja eigentlich schon. Komfortabler geht es eigentlich nicht. Und die Dienste-Anbieter investieren vermutlich nicht wenig, um diese den Kunden in entsprechender Qualität und mit gebotener Sicherheit zur Verfügung stellen zu können. Will nur sagen: wenn es so einfach wäre, dass das jeder mit seinem NAS quasi gleichwertig könnte, dann würde das doch nahezu "jeder" machen - na zumindest all jene, die lieber persönlich Herr über ihre Daten sein möchten.

    Wie aber meine Vorredner schon sagten: machbar ist das alles und es gibt dafür auch nicht nur eine mögliche Lösung. Letztlich unterscheiden sich die Möglichkeiten auch hinsichtlich dessen, was du bereit bist dafür zu tun bzw. zu lernen, denn "out-of-the-box" quasi per Knopf-Druck wird es nicht gehen. Es kommt also auch stark darauf an, welche theoretischen Grundlagen bei dir bereits vorhanden sind. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn diese ausgeprägt wären, würdest du sicherlich nicht fragen. Entsprechend solltest du dich selbst nochmal hinterfragen, wieviel Aufwand dir das alles Wert ist oder ob du vielleicht erstmal mit einer Sache anfängst. Dies könnte bspw. sein, dich per VPN in dein lokales Netzwerk zu verbinden, um von unterwegs überhaupt erstmal Zugriff auf dein NAS zuhause zu haben. Das wäre wohl erstmal der Grundstein für alles andere - aber die versierteren Kollegen hier, können mir gern widersprechen.

    Oder du verzichtest auf die Anforderung mit dem Remote-Zugriff, was das ganze deutlich einfacher macht. Frage dich also ggf. nochmal selbst, ob das wirklich von unterwegs aus alles möglich sein muss oder ob es nicht reicht, wenn die letzten Fotos bspw. erst synchronisiert werden, sobald du nachhause kommst.

    Das Thema "Backup von iOS-Geräten" hatten wir hier neulich schon mal und ich bin der Meinung, es gibt nichts, was das in dem Umfang kann, wie Apples eigene Lösung per iCloud. Also wenn dir im Urlaub dein iPhone kaputt gehen sollte, kannst du im nächsten Apple-Store ein neues kaufen und das Backup vom gestrigen Tag wiederherstellen und der Urlaub ist gerettet. Ich denke, an diesen Komfort kommt keine andere Lösung heran.

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    DXP480T Plus, 2x32 GB Crucial DDR5 4800MHz, 4x4 TB Samsung 990 PRO NVMe,CyberPower USV OR650ERM1U mit RMCARD400

  • Kanecaine super ausgeführt :thumbup:

    Nur vollständigkeitshalber den Notfallgedanken anders zu Ende gedacht:

    Kurzform:

    • Verlust Gerät
    • alle wichtigen Daten in Passwort App
    • Wichtig: Login Passwort im Kopf ;)
    • Neues Gerät
    • Tresor installieren und eineichten (externer Zugriff, bspw. FB mit WireGuard)
    • Verbindung zu NAS/ Docker wieder herstellen

    Das soll nur kurz Alternativen skizzieren.

    PS: ich gehöre nicht zu denjenigen, die ihr Leben auf dem Smartphone mit rumschleppen. Ich hab mich quasi "entcloudet" und mir war es wichtig, Dinge wie Kontakte, Kalender und Passwörter außerhalb der iCloud abzuwickeln. Ansonsten gehe ich mit den übrigen iCloud Daten sehr restriktiv um.

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  • Ich habe immer vollsten Respekt vor Leuten, die diesen Schritt gegangen sind *kw* - ich persönlich war bislang noch nicht bereit dazu. Aber ich mache mir so meine Gedanken und verfolge die Prinzipien der Datensparsamkeit und Diversifizierung. Und ich meide alles von Google und Microsoft. Apple möchte ich gern deren Datenschutz-Versprechungen noch glauben - daher mache ich bei Apple eine Ausnahme von meinen sonstigen Prinzipien. Nur eines hab ich separat: meinen Passwort-Tresor.

    Daher weiß ich ungefähr was es bedeutet, sich von der Cloud unabhängig zu machen bei annähernd gleichem Komfort, nur war ich bislang noch nicht bereit, diesen Schritt zu gehen. Ich merke es auch in meinem durchaus IT afffinen Umfeld, dass ich da scheinbar schon deutlich neurotischer unterwegs bin als der Durchschnitt, allerdings eben nicht bis zur letzten Konsequenz.

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  • Ich merke es auch in meinem durchaus IT afffinen Umfeld, dass ich da scheinbar schon deutlich neurotischer unterwegs bin als der Durchschnitt

    Da bist Du nicht alleine. Aber es geht, ich nutze weder Microsoft, Google, Apple Dienste oder sonstige Cloud Dienste.

    Ich habe seit vielen vielen Jahren alles über / auf dem NAS geregelt, gespeichert etc.

    Wenn es auf oder mit dem NAS / PC nicht funktioniert, dann lass ich es lieber.

    Viele mögen das nicht verstehen, es reicht schon die gewöhnlichen Internet Geschichten zb. ebay, PayPal Google Playstore zu nutzen, weil man sogut wie gar nicht darum herum kommt. .

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  • Grundsätzlich bin ich von der Apple Hard- und Software in Sachen Sicherheit überzeugt, wollte aber das Gefühl haben, auch für Situationen gewappnet zu sein, für die Apple im "Unglücksfall" nichts kann. Unabhängig davon würde ich jedem Anbieter insoweit skeptisch gegenüberstehen, dass ich bspw. in den Systemeinstellung nicht alle Defaults blind übernehme und das abschalte oder einschränke, was nicht vonnöten ist

    Das erfordert u.U. nochmals eine andere konzeptionelle Denkweise, es ist aber auch kein Hexenwerk.

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  • Ja ähnlich handhabe ich das auch. Bei jeder App wird erstmal geschaut, was sich alles deaktivieren lässt. :) Und was den "Unglücksfall" betrifft, habe ich alles Wichtige nochmal offline und woanders online gespeichert. Aber das muss für mich im Zweifelsfall nicht immer zu jeder Zeit sofort verfügbar sein.

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  • Dito. Ich sag nur 3x verschlüsselte duplicati Docker Backups bei Hetzer, netcup, Telekom.

    Das ist die einzige Art von Online Sicherung.

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  • Ich habe weder mit Microsoft noch mit Linux mein leben lang Probleme gehabt. Und bin von daher ein zufriedener User, auch Microsoft kann man bändigen bzw. das meißte im Keim ersticken. Habe zb. bis heute noch kein Microsoftkonto oder OneDrive, MS Office 365 usw. geht auch ohne. Und über Linux braucht man nicht mit Leuten die IT-mäßig unterwegs sind eh nicht viel reden da wissen die meißten die es nutzen wo es lang geht

    Die eigentliche Sicherheit sitzt vor dem eigenen PC. Wenn die und die li. Maustaste nicht aufpassen, nützt kein Apple, Microsoft oder Linux.;)

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  • Die Sensibilität muss konzeptionell beim User anfangen.

    Hirn --> Finger --> Maus.

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  • Wir sind uns mal wieder einig :)

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