
- So teilst du deine Dateien sicher in der Familie
- 1. Warum überhaupt Benutzer & Rechte?
- 2. Wichtige Begriffe im Ugreen-NAS – ganz einfach erklärt
- 3. Schritt 1: Wer soll dein Ugreen-NAS benutzen?
- 4. Schritt 2: Benutzer im Ugreen-NAS anlegen
- 5. Schritt 3: Gruppen für dein Ugreen-NAS anlegen
- 6. Schritt 4: Ordnerstruktur auf dem Ugreen-NAS planen
- 7. Schritt 5: Rechte im Ugreen-NAS vergeben – Beispiele
- 8. Häufige Fehler – und wie du sie im Ugreen-NAS vermeidest
- 9. Ugreen-NAS von außen erreichbar? Dann wird’s ernst
- 10. Checkliste für dein Ugreen-NAS
So teilst du deine Dateien sicher in der Familie
Dein Ugreen-NAS ist wie ein zentraler Schrank für alle deine Daten. Fotos, Filme, Schulunterlagen, Backups – alles an einem Ort.
Damit nicht aus Versehen etwas gelöscht wird oder fremde Personen an deine Daten kommen, ist es wichtig, dass du...
- eigene Benutzerkonten anlegst
- Rechte sinnvoll verteilst
In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt...
- welche Konten du im Ugreen-NAS anlegen solltest
- wie du Rechte einfach und logisch verteilst
- typische Fehler, die du vermeiden kannst
1. Warum überhaupt Benutzer & Rechte?
Viele machen am Anfang das hier:
QuoteAlle benutzen das gleiche Konto und das gleiche Passwort.
Das ist zwar bequem, aber gefährlich:
- Du weißt nie, wer etwas gelöscht oder geändert hat.
- Kinder können aus Versehen wichtige Daten löschen.
- Wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er an alles.
- Du kannst nicht steuern, wer welche Ordner sehen darf.
Wenn du Benutzer & Rechte richtig einrichtest:
- Hat jede Person ihr eigenes Login
- Bleiben private Daten wirklich privat
- Gemeinsame Ordner bleiben aufgeräumt
- Dein Ugreen-NAS ist insgesamt viel sicherer
Chaos – ein NAS, ein Schlüssel, viele Hände
Ordnung – mehrere Schlüssel, jeweils für eine Person
2. Wichtige Begriffe im Ugreen-NAS – ganz einfach erklärt
Damit du die Oberfläche deines Ugreen-NAS besser verstehst, hier die wichtigsten Begriffe in einfachen Worten:
- Benutzer
Das ist ein Konto mit Benutzername und Passwort.
Beispiel: mama, papa, kind1. - Gruppe
Eine Gruppe fasst mehrere Benutzer zusammen, z. B. Eltern, Kinder, Gäste.
Du kannst dann der Gruppe Rechte geben, statt jedem einzeln. - Freigabe / Gemeinsamer Ordner
Das ist ein Ordner auf deinem Ugreen-NAS, der im Netzwerk sichtbar ist.
Beispiel: Fotos, Filme, Dokumente. - Rechte / Berechtigungen
Legen fest, was jemand in einem Ordner darf:- Kein Zugriff – Ordner ist unsichtbar
- Lesen – Dateien sehen, öffnen, aber nichts ändern
- Lesen & Schreiben – Dateien erstellen, umbenennen, löschen
- Administrator / Admin
Admin-Konto = volle Kontrolle über dein Ugreen-NAS.
Damit kannst du alles einstellen, aber auch alles kaputt machen 😉
→ Für den Alltag solltest du ein normales Benutzerkonto verwenden.
3. Schritt 1: Wer soll dein Ugreen-NAS benutzen?
Bevor du irgendetwas klickst, überlege kurz:
QuoteWer in deinem Haushalt braucht welche Daten?
Typische Rollen:
- Du: Admin + normaler Benutzer, fast überall Zugriff
- Partner/in: Zugriff auf Fotos, Filme, Dokumente
- Kinder: Zugriff auf Filme, Fotos, Schulunterlagen
- Gäste: wenn überhaupt, nur ein kleiner Austausch-Ordner
- Geräte: z. B. Smart-TV, Mediaplayer, Backup-Programme
→ Oft lohnt sich ein eigenes Service-Konto für Backups oder Medien-Streaming
Du kannst dir das z. B. so aufschreiben:
- Eltern: alles außer System-Einstellungen
- Kinder: Filme, Familienfotos (nur lesen), Schulordner
- Gäste: nur Gästeordner
- Backup-Konto: nur auf Backups schreiben
4. Schritt 2: Benutzer im Ugreen-NAS anlegen
Öffne die Weboberfläche deines Ugreen-NAS im Browser, dort findest du in der Systemsteuerung das Menü „Benutzer“.
Lege für jede Person ein eigenes Konto an:
- einfacher Benutzername: mama, papa, kind1, gast …
- ein eigenes Passwort für jeden
- keine super einfachen Passwörter wie 123456 oder passwort
Wichtig:
- Das Admin-Konto solltest du nur für Einstellungen nutzen.
- Für den Alltag (z. B. Datei-Zugriff) nutzt du ein normales Benutzerkonto.
5. Schritt 3: Gruppen für dein Ugreen-NAS anlegen
Merke: Gruppen nehmen dir später viel Arbeit ab!
Du kannst z. B. diese Gruppen anlegen:
- Eltern
- Kinder
- Gäste
- Technik oder Backup
Dann ordnest du zu:
- dein Benutzer & der deiner Partner/in → Gruppe Eltern
- Kinderkonten → Gruppe Kinder
- Gäste-Konto → Gruppe Gäste
- Service/Backup-Konto → Gruppe Technik oder Backup
Später gibst du Rechte der Gruppe, nicht jedem einzeln. Wenn ein neues Kind dazukommt oder ein Gast weg ist, änderst du nur die Gruppen-Zuordnung.
6. Schritt 4: Ordnerstruktur auf dem Ugreen-NAS planen
Jetzt geht es um deine Ordner (Freigaben) auf dem Ugreen-NAS, du kannst diese unter Dateien → Freigegebene Ordner anlegen.
Beispiele für eine einfache Struktur:
- Familie – alles, was die ganze Familie sehen darf
- Fotos – Familienfotos
- Filme – Filme & Serien
- Dokumente – Verträge, Rechnungen, wichtige Unterlagen
- Kinder – Schulunterlagen, Projekte
- Backups – PC-Backups
Tipp: Lege eine einfache Ordnerstruktur an, ein paar gut benannte Ordner sind besser als 20 chaotische Ordner.
7. Schritt 5: Rechte im Ugreen-NAS vergeben – Beispiele
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Wer darf was? Im Ugreen-NAS kannst du pro Ordner freigegebenen Ordner festlegen.
Hier ein Beispiel-Setup für einen typischen Haushalt:
Ordner: Familie
- Gruppe Eltern: Lesen & Schreiben
- Gruppe Kinder: Lesen & Schreiben
- Gruppe Gäste: Kein Zugriff
→ Alle im Haushalt können hier gemeinsam Dateien ablegen.
Ordner: Fotos
- Gruppe Eltern: Lesen & Schreiben
- Gruppe Kinder: Nur Lesen
- Gruppe Gäste: Kein Zugriff
→ Eltern können sortieren, löschen, bearbeiten.
→ Kinder können sich Fotos ansehen, aber nichts löschen.
Ordner: Dokumente
- Gruppe Eltern: Lesen & Schreiben
- Gruppe Kinder: Kein Zugriff
- Gruppe Gäste: Kein Zugriff
→ Verträge, Rechnungen, Steuer-Unterlagen bleiben geschützt.
Ordner: Kinder
- Gruppe Eltern: Lesen & Schreiben
- Gruppe Kinder: Lesen & Schreiben
- Gruppe Gäste: Kein Zugriff
→ Schulunterlagen, Lernmaterial, Projekte.
Ordner: Backups
- Gruppe Backup oder nur Benutzer backup_user: Lesen & Schreiben
- alle anderen Gruppen: Kein Zugriff oder höchstens Lesen
→ Backups laufen automatisch, aber niemand löscht sie aus Versehen.
8. Häufige Fehler – und wie du sie im Ugreen-NAS vermeidest
Fehler 1: Alle sind Admin
Problem:
- Jeder kann alles machen - Ja, auch alles kaputtmachen.
Besser:
- Nur du (und vielleicht eine zweite Vertrauensperson) sind Admin.
- Alle anderen haben normale Benutzerkonten.
Fehler 2: Ein Konto für die ganze Familie
Problem:
- Keine Nachvollziehbarkeit, keine Sicherheit.
- Wenn das Passwort bekannt wird, ist alles offen.
Besser:
- Für jede Person ein eigenes Konto.
Fehler 3: Zu viele Freigaben
Problem:
- Für jede Kleinigkeit ein eigener Ordner: niemand blickt durch.
Besser:
- Wenige, klare Hauptordner (Fotos, Filme, Dokumente, Backups, …).
- Unterordner kannst du innerhalb der Freigabe jederzeit anlegen.
Fehler 4: Kinder können überall löschen
Problem:
- Kinder haben Schreibrechte auf Fotos oder Dokumente.
Besser:
- In kritischen Ordnern nur Leserechte für Kinder.
- Schreibrechte nur, wo nichts Wichtiges kaputtgehen kann.
Fehler 5: Offene Backup-Ordner
Problem:
- Alle dürfen im Ordner Backups schreiben und löschen.
- Wenn Ransomware oder ein Fehler auf einem PC zuschlägt, sind deine Backups in Gefahr.
Besser:
- Ein eigenes Backup-Konto mit gezielten Rechten.
- Normale Benutzer haben keine oder nur Leserechte im Backup-Ordner.
9. Ugreen-NAS von außen erreichbar? Dann wird’s ernst
Wenn du dein Ugreen-NAS über folgende Möglichkeiten erreichbar machst, dann sind gute Benutzer & Rechte extrem wichtig:
- App
- Browser von unterwegs
- oder einen Cloud-Dienst
Achte unbedingt auf:
- starke, unterschiedliche Passwörter
- wenn möglich: Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
- nur Ordner freigeben, die du wirklich von unterwegs brauchst
- Gästen lieber Download-Links geben, statt richtigen Konten mit Fernzugriff
10. Checkliste für dein Ugreen-NAS
Zum Schluss eine kleine Checkliste für dich:
- Du hast für jede Person ein eigenes Benutzerkonto angelegt.
- Das Admin-Konto hat ein starkes Passwort und wird nur für Einstellungen genutzt.
- Du hast sinnvolle Gruppen erstellt (Eltern, Kinder, Gäste, Backup).
- Deine Ordnerstruktur ist übersichtlich (Familie, Fotos, Dokumente, Kinder, Backups, privat).
- Rechte sind nach dem Prinzip „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ vergeben.
- Kinder können in kritischen Ordnern nicht löschen.
- Backups liegen in einem Ordner mit eingeschränktem Zugriff.
- Beim Fernzugriff setzt du auf starke Passwörter und möglichst 2FA.