
- Worum geht’s überhaupt?
- Grundlagen: Was ist NVMe, was ist Cache?
- Wie setzt Ugreen NVMe-Cache im NAS um?
- Bringt NVMe-Cache im Ugreen-NAS wirklich Geschwindigkeit?
- Wo NVMe-Cache im Ugreen-NAS sinnvoll ist
- Wo NVMe-Cache im Ugreen-NAS wenig Sinn macht
- Technische Nachteile & Risiken von NVMe-Cache
- Alternative: NVMe als eigenes Volume statt als Cache
- Wie groß sollte der NVMe-Cache sein?
- Entscheidungshilfe: Ist NVMe-Cache im Ugreen-NAS für dich Sinn oder Unsinn?
- Konkrete Empfehlungen in einfacher Form
- Fazit in einem Satz
1. Worum geht’s überhaupt?
Ugreen-NAS-Systeme wie die NASync-Serie (DXP2800, DXP4800 Plus usw.) haben neben den normalen Festplatteneinschüben meist zwei M.2-NVMe-Steckplätze. Laut Ugreen sollen diese als „schnelles Caching“ die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deutlich erhöhen.
Gleichzeitig zeigen Tests aber, dass der SSD-Cache im Alltag oft kaum messbare Vorteile bringt, vor allem bei normaler 2,5-GbE-Anbindung (ComputerBase).
Dazu kommt: Ugreen musste 2024/2025 eine dringende Warnung veröffentlichen, weil ein seltener Fehler in der SSD-Cache-Funktion Festplatten zeitweise unlesbar machen konnte. Man empfahl, den Cache zu entfernen und auf neue Firmware zu aktualisieren (UGREEN NAS US).
Kurz: NVMe-Cache klingt toll – ist aber nicht immer sinnvoll.
2. Grundlagen: Was ist NVMe, was ist Cache?
NVMe-SSD in einem Satz
- NVMe-SSDs sind sehr schnelle Speicherchips, die direkt über PCIe angebunden sind. Sie sind ein Vielfaches schneller als klassische Festplatten (HDDs), aber auch teurer.
Was bedeutet „Cache“ im NAS?
Ein Cache ist ein Zwischenspeicher für Daten, die häufig gebraucht werden:
- Das NAS kopiert oft genutzte Daten von den langsameren HDDs auf die schnelle NVMe-SSD.
- Beim nächsten Zugriff kommt die Datei direkt aus dem Cache und nicht mehr (oder seltener) von der HDD.
Ugreen beschreibt das genauso: Häufig genutzte Daten werden auf SSDs gehalten, um den Zugriff auf die langsameren HDDs zu reduzieren.
Zwei Cache-Arten - Read-Only vs. Read-Write
Viele NAS-Systeme – auch Ugreen – kennen zwei Modi:
- Read-Only-Cache (Nur Lesen)
- Kopie häufig gelesener Daten liegt auf der SSD.
- Beim Lesen wird bevorzugt von der SSD gelesen.
- Fällt die SSD aus, liest das NAS einfach wieder von den HDDs.
- Kein Datenverlust, weil die HDDs das „Original“ haben. (kb.synology.com)
- Read-Write-Cache (Lesen & Schreiben)
- Neue oder geänderte Daten werden erst auf die SSD geschrieben und später (oder parallel) auf die HDDs übertragen.
- Das macht Schreibvorgänge gefühlt schneller (besonders bei vielen kleinen Dateien). (infortrend.com)
- Risiko: Kommt es in einem ungünstigen Moment zu Stromausfall, Absturz oder SSD-Defekt, kann ein Teil der Daten noch nicht sicher auf den HDDs gelandet sein – Datenverlust ist möglich. (kb.synology.com)
Darum fordern Hersteller wie Ugreen und auch das Ugreen-Handbuch ausdrücklich:
SSD-Cache in der App entfernen, bevor man die M.2-SSD ausbaut, sonst kann es zu Datenverlust kommen.
3. Wie setzt Ugreen NVMe-Cache im NAS um?
Hardware - Was bietet das Ugreen-NAS?
Beispiel DXP2800 / DXP4800 Plus: (UGREEN NAS DE)
- 2–4 HDD-Einschübe (je nach Modell).
- 2 M.2-NVMe-Steckplätze für SSDs.
- Netzwerk:
- DXP2800: 2,5-GbE (max. ca. 312 MB/s).
- DXP4800 Plus: zusätzlich 10-GbE (theoretisch bis ~1.250 MB/s).
Ugreen wirbt explizit mit „Fast Caching“ über diese NVMe-Slots, um Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zu steigern.
Software - Cache in der Ugreen-Oberfläche
Die Ugreen-Dokumentation und Blog-Artikel beschreiben im Groben folgendes:
- NVMe-SSDs werden im „UGREEN NAS“-Client als SSD-Cache eingerichtet.
- Sie können als
- Read-Only-Cache (nur schneller lesen) oder
- Read-Write-Cache (schneller lesen und schreiben) konfiguriert werden.
- M.2-Slots werden in vielen Anleitungen explizit als Cache-Slots gezeigt, man kann sie aber alternativ auch als eigenen SSD-Speicherpool/Volume nutzen.
Historische Kinderkrankheiten: SSD-Cache-Bug
2024/2025 musste Ugreen öffentlich warnen:
- Ein seltener Fehler im SSD-Cache konnte dazu führen,
- dass HDDs nicht mehr erkannt wurden,
- nicht mehr gemountet werden konnten
- und Daten vorübergehend nicht zugänglich waren. (UGREEN NAS US)
- Lösung: Cache entfernen, Firmware/Client aktualisieren, danach Cache neu anlegen. (UGREEN NAS US)
Das zeigt: SSD-Cache ist bei Ugreen noch vergleichsweise jung. Wer auf maximale Datensicherheit setzt, sollte Firmware immer aktuell halten – oder bewusst konservativ konfigurieren (z. B. nur Read-Only-Cache oder gar keinen Cache).
4. Bringt NVMe-Cache im Ugreen-NAS wirklich Geschwindigkeit?
Was sagen unabhängige Tests?
ComputerBase hat u. a. DXP2800 und DXP4800 mit und ohne SSD-Cache gemessen.
- Sequentielle Transferraten (große Dateien am Stück, z. B. Filme kopieren)
→ Mit oder ohne SSD-Cache praktisch identisch. Die Netzwerk-Bandbreite (2,5 GbE) ist hier der limitierende Faktor, nicht die HDDs. - IOPS / zufällige Zugriffe (viele kleine Dateien, Metadaten)
→ Ugreen-Geräte zeigen kaum messbare Verbesserungen durch den Cache. Die Benchmarks laufen auf einem Niveau, bei dem der Cache wenig Unterschied macht.
ComputerBase schreibt auch, dass SSD-Cache theoretisch (vor allem bei kleinen, zufälligen Zugriffen) Vorteile bringt, aber in ihren Messungen war der Effekt beim Ugreen-NAS eher gering.
Was sagen Praxisberichte & andere Hersteller?
Andere Quellen (Synology, NAScompares, Ugreen-Blog, XDA etc.) zeichnen ein etwas anderes Bild – allerdings meist für bestimmte Spezialfälle: (NAS Compares)
- Spürbare Vorteile:
- große Datenbanken,
- VMs/Container (z. B. Windows-VM),
- viele gleichzeitige Zugriffe,
- Metadaten/Thumbnail-Orgie (Plex, Immich, Fotobibliotheken).
Nutzerberichte zeigen dort deutliche Verbesserungen (z. B. schneller startende Windows-VMs, zackigeres Verhalten von Docker-Containern). (Reddit)
- Kaum Vorteile:
- normales Home-NAS mit 1–2 Benutzern,
- Filme/Serien streamen (auch 4K),
- große Backups am Stück.
Dort sind oft Netzwerk oder HDDs schon schnell genug, und Cache wird gar nicht richtig „warm“. XDA berichtet z. B., dass SSD-Cache weniger „Wunder“ bringt als erhofft – vor allem wirkt er wie ein Puffer für kurze Schreibspitzen, nicht als permanente Turbo-Taste. (XDA Developers)
Für Ugreen-NAS gilt also: Der theoretische Vorteil ist da, aber er zeigt sich nur in bestimmten Situationen – und dann eher subtil, nicht spektakulär.
5. Wo NVMe-Cache im Ugreen-NAS sinnvoll ist
5.1 Typische Szenarien mit echtem Nutzen
a) Viele kleine Dateien / Metadaten (Plex, Immich, Fotos)
- Fototools wie Immich oder Medienserver wie Plex/Jellyfin arbeiten mit vielen kleinen Dateien: Coverbilder, Thumbnails, Datenbanken.
- Einige Ugreen-Nutzer berichten, dass vor allem Foto-Vorschauen und Kataloge deutlich flüssiger wirken, wenn ein NVMe-Read-Cache aktiv ist (Reddit).
b) Docker-Container, Datenbanken, VM-Workloads
- Wenn du auf dem Ugreen-NAS Container (z. B. Docker), kleine Datenbanken oder sogar VMs laufen lässt, profitierst du von:
- schnelleren zufälligen Lese-/Schreibzugriffen,
- geringerer Latenz.
- Erfahrungsberichte von Synology- & anderen NAS-Usern zeigen, dass VMs besonders deutlich von SSD-Caching profitieren können (Reddit).
c) Viele gleichzeitige Benutzer (kleines Büro, Agentur)
- Mehrere Leute greifen parallel auf dieselben Dateien zu (Office-Dokumente, Projektordner).
- Häufig genutzte Dokumente liegen dann im Cache und öffnen sich schneller.
- Ugreen bewirbt SSD-Caching genau für solche wiederkehrenden Zugriffe. (UGREEN NAS DE)
d) 10-GbE-Umgebungen (DXP4800 Plus)
- Erst mit 10-GbE kannst du die hohe Geschwindigkeit einer SSD überhaupt ansatzweise ausnutzen.
- Hast du:
- DXP4800 Plus,
- 10-GbE-Switch,
- und einen PC mit 10-GbE,
dann können NVMe-Cache oder ein reines NVMe-Volume spürbare Vorteile bringen – besonders bei vielen kleinen, häufig genutzten Dateien. (UGREEN NAS US)
5.2 Welcher Modus ist sinnvoll?
- Für die meisten Heimanwender:
- Read-Only-Cache ist die beste Mischung aus „etwas schneller“ und „kaum Risiko“.
- Fällt die SSD aus, ist nur der Cache weg, die Daten bleiben auf den HDDs (kb.synology.com).
- Nur für Fortgeschrittene mit USV und Backup:
- Read-Write-Cache (meist mit zwei NVMes im RAID 1) kann Schreib-Lasten glätten und Workflows mit vielen kleinen Writes beschleunigen.
- Man muss sich aber des Risikos bei Stromausfall/Absturz und des erhöhten Verschleißes bewusst sein (kb.synology.com).
6. Wo NVMe-Cache im Ugreen-NAS wenig Sinn macht
6.1 Reines Medien-NAS (Filme, Serien, Musik)
- Große Videodateien werden sequentiell gelesen.
- Schon normale NAS-HDDs schaffen genug Durchsatz, um 4K-Streams über 1–2,5-GbE zu bedienen.
- Der Flaschenhals ist das Netzwerk, nicht die Festplatte.
- Tests und Praxisberichte zeigen, dass SSD-Caching bei typischen Home-Medienszenarien kaum etwas bringt (ComputerBase).
6.2 Backup-Kiste / kaltes Archiv
- Typischer Ablauf:
- gelegentlich große Datenmengen aufspielen,
- selten lesen.
- Caches leben davon, dass dieselben Daten oft wieder angefasst werden.
- Wenn du Daten nur einmal schreibst und praktisch nie wieder liest, bleibt der Cache mehr oder weniger „arbeitslos“. (NAS Compares)
6.3 Kleines Zuhause mit 1–2 Usern, einfache Nutzung
- Du nutzt dein Ugreen-NAS hauptsächlich für:
- ein paar Dokumente,
- Fotos ansehen,
- gelegentlich Filme streamen,
- Time-Machine/Windows-Backups.
- In diesen Szenarien bringt dir ein NVMe-Cache meist kaum spürbaren Mehrwert, verursacht aber:
- Kosten,
- zusätzlichen Stromverbrauch,
- potentielle Komplexität/Fehlerquellen (NAS Compares).
7. Technische Nachteile & Risiken von NVMe-Cache
7.1 Verschleiß (TBW) – SSDs „nutzen sich ab“
NVMe-SSDs haben eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen. Hersteller geben dafür einen Wert TBW („Total Bytes Written“) an – also wie viele Terabyte man insgesamt schreiben darf, bevor die SSD außerhalb der Spezifikation läuft (https://www.oscoo.com/news/understan…rce=chatgpt.com).
SSD-Cache – vor allem Write-Cache – kann enorm viele Schreibvorgänge erzeugen (Reddit), weil...
- jeder Schreibzugriff über den Cache läuft,
- interne Verwaltungsprozesse (Garbage Collection, Wear Leveling) zusätzliche interne Writes erzeugen (Write Amplification), siehe Wikipedia
Konsequenz:
- Deine NVMe kann im Cache-Einsatz deutlich schneller verschleißen als wenn du sie nur gelegentlich als normales Volume nutzt.
- Hersteller-Guides und Community-Beiträge warnen ausdrücklich, SSD-Endurance im Blick zu behalten (atpinc.com).
7.2 Risiko von Datenverlust bei Write-Cache
Wie oben beschrieben:
- Bei Read-Only-Cache: kein zusätzliches Datenrisiko (kb.synology.com).
- Bei Read-Write-Cache:
- Wenn die SSD ausfällt oder das System hart abstürzt, kann ein Teil der Daten noch nicht auf die HDDs geschrieben sein.
- Synology beschreibt dieses Risiko in einer eigenen Support-Notiz sehr deutlich (kb.synology.com).
- Ugreen weist im Handbuch auf Datenverlust hin, wenn man SSD-Cache nicht sauber entfernt, bevor man die M.2-SSD ausbaut (Manuals+).
Gegenmaßnahmen, wenn man trotzdem Write-Cache nutzen möchte:
- Immer RAID 1 (zwei NVMe-SSDs gespiegelt).
- USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung).
- Aktuelle Firmware (wegen früherer SSD-Cache-Anomalie!).
- Regelmäßige Backups, die außerhalb des NAS liegen.
7.3 Komplexität & Fehleranfälligkeit
- Durch SSD-Cache kommen zusätzliche Schichten in dein Speichersystem.
- Ugreen hatte bereits einen spezifischen Bug nur im Zusammenhang mit SSD-Caching (UGREEN NAS US).
- Wer „einfach nur eine zuverlässige Datenkiste“ möchte, sollte sich fragen, ob dieser zusätzliche Layer wirklich nötig ist.
7.4 Strom, Wärme, Geräusch
- SSDs benötigen zwar relativ wenig Strom, aber zusätzliche NVMe-SSDs erzeugen Hitze. Ugreen empfiehlt explizit, thermisches Pad (Silika-Gel-Pad) auf die M.2 zu kleben.
- Mehr Hitze = Lüfter drehen stärker = mehr Geräusch.
- Für ein Wohnzimmer-NAS kann das relevant sein.
8. Alternative: NVMe als eigenes Volume statt als Cache
Du kannst die NVMe-Slots in deinem Ugreen-NAS auch anders nutzen:
8.1 NVMe-Volume für „Hot Data“
Ugreen selbst empfiehlt in Blog-Artikeln, SSDs in einem eigenen Speicherpool/Volume (UGREEN NAS DE) zu nutzen, z. B. für...
- Anwendungen (Docker-Container, Datenbanken),
- VMs,
- sehr häufig genutzte Projektordner.
Vorteile:
- Du hast volle Geschwindigkeit für genau die Daten, die es wirklich brauchen.
- Die SSD wird nicht durch jeden beliebigen Zugriff auf den HDD-Pool belastet → weniger Verschleiß.
- Klare Trennung: HDD-Pool = Massenspeicher, SSD-Pool = Performance-Bereich.
Nachteile:
- Du musst selbst entscheiden, welche Daten auf SSD gehören.
- Es ist kein automatischer „Turbo für alles“, sondern eher ein bewusst eingesetzter „Sport-Modus“ für bestimmte Ordner.
Ein NAS-Experte empfiehlt bei Ugreen-Systemen z. B. folgendes Setup:
eine NVMe für Read-Cache (für Medienzugriffe), die andere als Volume für Apps/Container – weil das in vielen Fällen sinnvoller ist als alles in einen großen Write-Cache zu stecken (ask.nascompares.com).
9. Wie groß sollte der NVMe-Cache sein?
Es gibt keine fixe „eine Zahl für alle“, aber gute Faustregeln. Ugreen empfiehlt in seinem SSD-Caching-Artikel grob folgendes Vorgehen (UGREEN NAS DE)...
- „Heiße“ Daten bestimmen:
Wie viele Daten nutzt du wirklich regelmäßig?- z. B. 50 GB Foto-Bibliothek + 20 GB Projektdateien → ca. 70 GB.
- Cache ca. 1,5–2× so groß wählen:
- In diesem Beispiel wären 128–256 GB SSD-Cache sinnvoll. (UGREEN NAS DE)
Allgemein:
- Für kleine Heimsysteme reichen oft 256–512 GB NVMe für Cache oder Performance-Volume.
- Für größere Pools und viele Nutzer können 1–2 TB sinnvoll sein.
Wichtig ist eher die Qualität und Endurance der SSD (TBW-Werte prüfen!), nicht nur die Größe. (https://www.oscoo.com/news/understan…rce=chatgpt.com).
10. Entscheidungshilfe: Ist NVMe-Cache im Ugreen-NAS für dich Sinn oder Unsinn?
Stell dir folgende Fragen:
- Wie nutze ich das NAS?
- Nur Medienstreaming + Backups → Cache meist Unsinn.
- Viele kleine Dateien, Docker, Datenbanken, Fototools, VMs → Cache kann sinnvoll sein.
- Welches Netzwerk habe ich?
- Nur 1 GbE / 2,5 GbE → Vorteile eher subtil, Netzwerk limitiert stark (ComputerBase).
- 10 GbE zwischen NAS und Client → NVMe-Cache oder NVMe-Volume können sich deutlich lohnen.
- Ist mir Datensicherheit wichtiger als jeder Geschwindigkeitsvorteil?
- Dann nur Read-Only-Cache oder lieber NVMe als Volume.
- Write-Cache nur mit RAID 1 + USV + Backups und vollem Verständnis des Risikos (kb.synology.com).
- Möchte ich mich um Firmware & Monitoring kümmern?
- SSD-Cache war bei Ugreen bereits Quelle eines Bugs – Firmware muss aktuell bleiben (UGREEN NAS US).
- Wohin mit meinem Geld?
- Manchmal bringt mehr RAM, ein besserer Switch oder einfach größere HDDs mehr als NVMe-Cache.
- Ugreen weist selbst darauf hin, dass SATA-SSDs für viele Alltags-Workloads völlig ausreichen und NVMe eher für Power-User ist (UGREEN NAS DE).
11. Konkrete Empfehlungen in einfacher Form
Wenn du ein „normaler“ Home-User bist:
- Typische Nutzung: Filme/Serien streamen, Fotos anschauen, ein paar Dokumente, Backups.
- Empfehlung:
- NVMe lieber als eigenes SSD-Volume für Apps, Docker & ein paar wichtige Ordner nutzen (UGREEN NAS DE).
- Oder erstmal gar keinen Cache – dein NAS ist auch so schnell genug.
- Wenn du experimentieren willst: kleiner Read-Only-Cache schadet kaum, bringt aber vermutlich keinen großen „Wow-Effekt“.
Wenn du fortgeschrittener Nutzer / Power-User bist:
- Du nutzt Container, kleine Datenbanken, evtl. VMs und hast viele gleichzeitige Zugriffe.
- Empfehlung:
- Variante A (sicherer):
- 1–2 NVMes als SSD-Volume für Apps+VMs,
- optional zusätzlich Read-Only-Cache für HDD-Pool.
- Variante B (mehr Risiko, mehr Performance):
- 2 NVMe-SSDs im RAID 1 als Read-Write-Cache,
- aber nur mit USV, regelmäßigem Backup und voller Akzeptanz des Risikos (ask.nascompares.com).
- Variante A (sicherer):
Wenn du ein kleines Büro mit 10-GbE betreibst:
- Viele Leute, viele kleine Dateien, Projektarbeit.
- Empfehlung:
- 10-GbE konsequent nutzen.
- Einen Teil der NVMe-Kapazität als SSD-Pool für „heiße“ Daten und Datenbanken,
- optional kombiniert mit einem kleinen Read-Only-Cache für stark genutzte Shares (UGREEN NAS DE).
12. Fazit in einem Satz
NVMe-Cache im Ugreen-NAS ist kein magischer Turbo für alle, sondern ein Spezialwerkzeug...
Richtig eingesetzt bringt er bei bestimmten Workloads Vorteile – für viele einfache Heim-Szenarien ist er aber eher teure Spielerei, bei der ein NVMe-Volume für Apps und „heiße“ Daten oft die sinnvollere Wahl ist.
Bildquelle: Erstellt mit canva.com